Relation, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Relation · Nominativ Plural: Relationen
Aussprache
WorttrennungRe-la-ti-on (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Relation‹ als Letztglied: ↗Größenrelation · ↗Unschärferelation · ↗Unsicherheitsrelation · ↗Währungsrelation
eWDG, 1974

Bedeutung

Beziehung, Verhältnis zwischen zwei oder mehreren Erscheinungen, Gegebenheiten in der Natur, Gesellschaft, zwischen zwei oder mehreren Begriffen
Beispiele:
zwei oder mehr Dinge, Sachverhalte, Menschen, verschiedene Ideen und Vorstellungen in die richtige Relation zueinander bringen
etw. drückt eine Relation aus, steht in keiner Relation zu etw. anderem
die Relation zwischen Theorie und Praxis, zwischen Inhalt und Form, zwischen Ort und Zeit, zwischen Einnahmen und Ausgaben
die Relationen zwischen den einzelnen Kapiteln eines Buches
logische Relationen
mit jmdm. in Relation stehen
Ursprünglich ist die Information etwas, das immer eine Relation zum menschlichen Bewußtsein hat [KlausKybernetik71]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Relation · relativ · relativieren
Relation f. ‘Beziehung, Wechselverhältnis’ (1. Hälfte 16. Jh.), älter und heute veraltend ‘(amtlicher) Bericht, Berichterstattung’, mhd. relation ‘Berichterstattung (über die Erledigung eines Auftrages), Augenzeugenbericht, Vortrag, Nachricht, Erzählung, amtlicher Bericht, Gutachten’, in beiden Bedeutungen entlehnt aus lat. relātio (Genitiv relātiōnis) ‘das Zurücktragen, das Vorbringen, Erzählung, Berichterstattung, Beziehung, Rücksicht, Verhältnis’, Verbalsubstantiv zu lat. referre (relātum) ‘zurückbringen, auf etw. zurückführen, beziehen, nach etw. beurteilen’; vgl. lat. ferre (lātum) ‘tragen, hervorbringen, verbreiten’. Vgl. ferner die Fügung amerik.-engl. public relations ‘Beziehungen zur Öffentlichkeit, Öffentlichkeitsarbeit, Imagepflege’, seit Mitte 20. Jh. auch im Dt. relativ Adj. ‘in einem Verhältnis zu etw. stehend und dadurch bestimmt, nur unter gewissen Umständen zutreffend, bedingt, verhältnismäßig’, entlehnt (Mitte 18. Jh., auch relativisch) aus spätlat. relātīvus ‘sich beziehend auf, bezüglich’ (zu lat. referre, s. oben) bzw. Übernahme von (ebenfalls auf dem Spätlat. beruhendem) gleichbed. frz. relatif, afrz. ‘sich beziehend auf, bezüglich’. relativieren Vb. ‘in Beziehung, in ein Verhältnis zu etw. setzen, in seiner Gültigkeit einschränken’ (belegt frühes 20. Jh., doch wohl älter; vgl. Relativierung, 2. Hälfte 19. Jh.), gebildet zum Adj.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bezug · Relation · ↗Verbindung · ↗Verhältnis · ↗Verknüpfung · ↗Wechselbeziehung · ↗Zusammenhang  ●  ↗Beziehung  Hauptform
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Angliederung · ↗Beziehung · Relation · ↗Vereinigung · ↗Zugehörigkeit · ↗Zuordnung
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufwand Beitragseinnahme Beitragszahler Bevölkerungszahl Bilanzsumme Bruttoinlandsprodukt Bruttosozialprodukt Eigenkapital Eigenmittel Einwohnerzahl Ertrag Fremdkapital Gesamtbevölkerung Geschäftsvolumen Kurs-Gewinn-Verhältnis Körpergewicht Körpergröße Proportion Relation Sozialprodukt Substrat Traumgedanke mathematisch semantisch umkehren ungünstig vernünftig verschieben verschlechtern zurechtrücken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Relation‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Relation zum Gewinn sah zwar nicht ganz so dramatisch aus.
Süddeutsche Zeitung, 07.04.2001
Und in Relation zu gar nichts sind eben auch lückenhafte Beschreibungen wertvoll.
Der Tagesspiegel, 14.02.2000
Sie stehen außerhalb des Volks im politischen Sinne, dafür aber in einer gewissen inneren Relation zum Adel.
Lütge, F.: Agrarverfassung. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 1045
Determination ist eine Form der Relation, aber zugleich mehr als Relation.
Hartmann, Nicolai: Der Aufbau der realen Welt, Berlin: de Gruyter 1940, S. 300
Stehen »ist« nicht; wir fassen nur gleichförmige Relationen so zusammen.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 533
Zitationshilfe
„Relation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Relation>, abgerufen am 17.10.2019.

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