Reminiszenz, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Reminiszenz · Nominativ Plural: Reminiszenzen
Aussprache
WorttrennungRe-mi-nis-zenz (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
gehoben Erinnerung
Beispiele:
persönliche, gemeinsame Reminiszenzen
Reminiszenzen werden lebendig
Reminiszenzen sammeln
mit seinen Freunden frischt er Reminiszenzen aus der, an die Studentenzeit auf
das ist eine Reminiszenz an die Zeit im Elternhaus
Von nun an gab es, persönlich gefärbt, Reminiszenz und Erwartung [JensGötter63]
2.
Anklang
Beispiele:
die Schwäche dieser Epigonen zeigt sich in Nachahmungen und Reminiszenzen
hinter diesen Versen steht eine Unzahl von Anspielungen und Reminiszenzen aus der gesamten Weltliteratur
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Reminiszenz f. ‘Erinnerung, Überbleibsel’ (Ende 17. Jh.), in künstlerischer Arbeit ‘Anklang, Ähnlichkeit, unwillkürlich (aus der Erinnerung) Übernommenes’ (Ende 18. Jh.), entlehnt (wohl unter Einfluß von frz. réminiscence, mfrz. remenissance) aus spätlat. reminīscentia ‘Rückerinnerung’ (Übersetzung des in der platonischen Philosophie enthaltenen Ausdrucks griech. anámnēsis, ἀνάμνησις ‘Wiedererinnerung’); zu lat. reminīscī ‘zurückdenken, sich erinnern’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Rückbesinnung · ↗Rückblick · ↗Rückrechnung · ↗Rückschau · ↗Rückwendung  ●  Analepse  fachspr. · Reminiszenz  geh. · ↗Retrospektive  geh. · ↗Rückblende  fachspr., fig.
Assoziationen
Synonymgruppe
Affinität · ↗Anklang · Reminiszenz
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anekdote Glanzzeit Kindheit Zitat amüsant anklingen architektonisch autobiographisch berlinisch biblisch biographisch gelehrt geschichtlich historisch ironisch kunsthistorisch literarisch melancholisch mythologisch nostalgisch romantisch schwelgen sehnsuchtsvoll sentimental stilistisch ulbrichtsch vag vermischen wecken wehmütig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Reminiszenz‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zuweilen kamen ihm flüchtige Bilder in den Sinn, verwandelt in platonische Reminiszenzen.
Süddeutsche Zeitung, 23.02.1995
Das wollte ich nicht tun, ich wollte bloß einige historische Reminiszenzen anführen.
Friedländer, Hugo: Das Dynamit-Attentat bei der Enthüllungsfeier des Niederwald-Denkmals. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 6336
Noch eine andere, merkwürdige Reminiszenz klingt in die Lust des neuen Heims herein.
Ernst, Otto: Appelschnut, Rostock: Hirnstoff 1989 [1907], S. 81
Historische und andere Reminiszenzen enttäuschen, langweilen ihn an dieser Stelle.
Reklame-Praxis, 1928, Nr. 6, Bd. 4
Die Idee, die Stadt der Vorfahren zu erhalten und als Reminiszenz zu pflegen, finde ich nobel.
Frisch, Max: Stiller, Rheda-Wiedenbrück: Bertelsmann 1997 [1954], S. 233
Zitationshilfe
„Reminiszenz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Reminiszenz>, abgerufen am 24.07.2019.

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