Renaissance, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Renaissance · Nominativ Plural: Renaissancen
Aussprache
WorttrennungRe-nais-sance (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Renaissance‹ als Erstglied: ↗Renaissancebau · ↗Renaissancemensch · ↗Renaissancestil · ↗Renaissancezeit
 ·  mit ›Renaissance‹ als Letztglied: ↗Frührenaissance · ↗Hochrenaissance · ↗Neurenaissance · ↗Spätrenaissance
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
nur im Singular
von Italien ausgehende kulturelle Bewegung des 14. bis 16. Jahrhunderts, die besonders auf literarisch-künstlerischem Gebiet das Lebensgefühl der Antike zu erneuern suchte
Beispiele:
Florenz war der geistige Mittelpunkt der italienischen Renaissance
ein Palast, Rathaus im Stil der Renaissance
Die Kultur der Renaissance in Italien [BurckhardtRenaissanceTitel]
Erneuerung von Kunst und Wissenschaft nach antiken Vorbildern
Beispiel:
die byzantinische, karolingische Renaissance
2.
Wiederaufleben, Neublüte
Beispiele:
die Renaissance der langen Mode
vielleicht das Frappanteste ist der Aufschwung der Schaumweinindustrie, die Renaissance des Sekts [WeinertRufe115]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Renaissance f. von Italien ausgehende frühbürgerliche Bewegung des 14. bis 16. Jhs., die, an die Antike anknüpfend, Wissenschaft, Literatur und Kunst vom mittelalterlich-kirchlichen Dogmatismus löst und eine freie, humanistische Lebenshaltung proklamiert. Die Bezeichnung ist eine Übernahme (J. Burckhardt, 1837) von frz. renaissance in der 1829 bei Balzac belegten Bedeutung ‘Epoche, in der das Vorbild der Antike, besonders in Literatur, Kunst und Wissenschaft, die Auffassung vom menschlichen Leben erneuert’. In diesem Sinne ist frz. renaissance eine Wiedergabe von ital. rinascita bzw. rinascimento. Die eigentliche Bedeutung der frz. ital. Ausdrücke ist ‘Wiedergeburt, Erneuerung’ als Bildungen (14. Jh.) zu frz. renaître ‘wiedergeboren werden, wiederaufleben’, afrz. renaistre ‘wiedergeboren werden, neu entstehen, wachsen’, bzw. gleichbed. ital. rinascere. Zugrunde liegt lat. renāscī ‘nachwachsen’, kirchenlat. ‘wiedergeboren werden (durch Gnade)’; vgl. lat. nāscī ‘geboren werden, entstehen, wachsen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Auferweckung · ↗Comeback · Renaissance · ↗Rückkehr · ↗Wiederauferstehung · Wiederauflebung · ↗Wiedergeburt
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antike Barock Baukunst Bronze Florentiner Frühbarock Gotik Humanismus Jugendstil Kernenergie Klassizismus Malerei Manierismus Mittelalter Reformation Renaissance Rokoko Romantik Spätgotik Spätmittelalter Stil Zeitalter afrikanisch einläuten erleben erstaunlich florentinisch italienisch karolingisch ungeahnt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Renaissance‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und er hält den Zeitpunkt für gekommen, bestimmten Werten zu einer Renaissance zu verhelfen.
Die Welt, 22.08.2003
Diese "Renaissance der Museen" stelle für eine außerordentliche Chance dar.
Der Tagesspiegel, 11.05.1999
Einzelne Teile der von E. errichteten Bauten lassen schon die beginnende Renaissance anklingen.
o. A.: Lexikon der Kunst - E. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 7180
Daneben richtete sich sein Interesse vornehmlich auf die illustrierten Werke der italienischen Kunst der Renaissance.
Bode, Wilhelm von: Mein Leben, 2 Bde. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1930], S. 1938
Aber diese entwickelt sich nicht weiter, sie wird ein Teil der italienischen Renaissance.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1928, S. 619
Zitationshilfe
„Renaissance“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Renaissance>, abgerufen am 23.10.2019.

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