Renommee, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Renommees · Nominativ Plural: Renommees
Aussprache
WorttrennungRe-nom-mee
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1974

Bedeutung

Ruf, Leumund
Beispiele:
ein gutes, schlechtes, zweifelhaftes Renommee haben
sein Renommee hat sehr gelitten
er erwarb sich [Dativ] das Renommee eines großartigen Charakterdarstellers
das Gartenlokal in N erfreut sich eines ausgezeichneten Renommees
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Renommee · renommieren · renommiert · Renommage
Renommee n. (bis ins 19. Jh. dem Frz. folgend auch f.) ‘Ruf, Leumund, Ansehen’, besonders ‘guter Ruf, Wertschätzung, Prestige’, Entlehnung (Anfang 17. Jh.) von gleichbed. frz. renommée, dem substantivierten Femininum des Part. Perf. von renommer ‘loben, rühmen’, einer Präfixbildung zu frz. nommer ‘nennen, benennen’, dem gleichbed. lat. nōmināre (s. ↗nominieren) zugrunde liegt. Aus dem frz. Verb stammt (mit besonderer Bedeutungsentwicklung im Dt.) renommieren Vb. ‘(sich) einen Namen machen, prahlen, großtun’ (Ende 17. Jh.). Dagegen wird aus frz. renommé Part.adj. bereits in der 1. Hälfte des 17. Jhs. entlehntes renommiert Adj. wie seine frz. Vorlage im Sinne von ‘angesehen, namhaft, berühmt’ gebraucht. Renommage f. ‘Prahlerei’, scherzhafte Abstraktbildung (18. Jh.) der Studentensprache, französierend mit dem Suffix -age.

Thesaurus

Synonymgruppe
(guter) Ruf · ↗Ansehen · ↗Bild · ↗Image · ↗Leumund · ↗Namen · ↗Prestige · Renommee · ↗Reputation · ↗Stellung
Assoziationen
  • (ein) (hohes) Ansehen genießen · ↗anerkannt · geachtet werden · geschätzt werden · ↗namhaft · ↗profiliert · ↗renommiert  ●  (einen) guten Leumund haben  variabel · (einen) guten Namen haben  variabel · (einen) guten Ruf genießen  variabel · (einen) guten Ruf haben  variabel · (einen) guten Ruf zu verlieren haben  variabel · (einen) guten Ruf zu verteidigen haben  variabel · (gut) angesehen sein  variabel · (sein) Name hat (in bestimmten Kreisen) einen guten Klang  variabel · in einem guten Ruf stehen  variabel · (sich) eines guten Ruf(e)s erfreuen  geh. · bestbeleumdet  geh. · gut beleumdet  geh., variabel · gut beleumundet (sein)  geh., variabel
  • Achtung · ↗Ansehen · ↗Autorität · ↗Bedeutung · ↗Einfluss · ↗Geltung · ↗Hochachtung · ↗Prestige · Renommee · ↗Wertschätzung · ↗Würdigung  ●  ↗Standing  engl.
  • (seinen ) Ruf nicht aufs Spiel setzten (wollen) · einen Ruf zu verlieren haben
  • (einen) schlechten Ruf (haben) · (jemandem / einer Sache) haftet ein schlechter Ruf an · ↗Imageproblem  ●  die Bösen sein  ugs., fig.
  • Diffamierung · ↗Herabwürdigung · ↗Rufschädigung · ↗Schmähung · ↗Verleumdung · ↗Verunglimpfung  ●  ↗Diffamation  geh. · ↗Diffamie  geh.
  • (das) Gesicht wahren · (die) Würde wahren
  • (große) Bekanntheit erlangen · (großes) Ansehen erlangen (mit) · (großes) Ansehen gewinnen · (sich) (großes) Ansehen erwerben (mit) · bekannt werden (mit)  ●  (sich) einen Namen machen (mit / durch)  Hauptform
Synonymgruppe
Achtung · ↗Ansehen · ↗Autorität · ↗Bedeutung · ↗Einfluss · ↗Geltung · ↗Hochachtung · ↗Prestige · Renommee · ↗Wertschätzung · ↗Würdigung  ●  ↗Standing  engl.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Prestige angekratzt ankratzen aufbessern aufpolieren beachtlich beschädigen einbüßen erlangen erwerben erworben fachlich genießen gewachsen international journalistisch mehren ramponiert schaden unbestritten verdanken verhelfen verschaffen verspielen weltweit wiederherstellen wissenschaftlich zehren zurückgewinnen überregional

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Renommee‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber da die Kritik ihre Haupttätigkeit ist, sind sie in der Regel nicht so leichtsinnig, ihr Renommee durch Gefälligkeitsrezensionen aufs Spiel zu setzen.
Reich-Ranicki, Marcel: Mein Leben, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1999, S. 606
Aber auch fürs Renommee wären ein paar Erfolge nicht schlecht.
Der Tagesspiegel, 08.08.2002
Auch das zweite damals noch in Frage kommende Büro hat ein hohes Renommee.
Süddeutsche Zeitung, 30.10.2001
Wie das Echo von Presse und Verlagen in den letzten Jahren gezeigt hat, besitzt die Auszeichnung inzwischen ein hohes Renommee.
o. A.: Die Wissenschaftsbücher des Jahres. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1997 [1996]
Es hat kein Renommee - und wird nicht auf Rasen, sondern Sand gelaufen.
Bild, 05.03.1998
Zitationshilfe
„Renommee“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Renommee>, abgerufen am 20.11.2019.

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