Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Rente, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Rente · Nominativ Plural: Renten
Aussprache 
Worttrennung Ren-te
Wortbildung  mit ›Rente‹ als Erstglied: Rentamt · Rentenalter · Rentenanspruch · Rentenanstalt · Rentenauszahlung · Rentenbank · Rentenbasis · Rentenbeitrag · Rentenberater · Rentenbescheid · Rentenbezieher · Rentenbezug · Rentenempfänger · Rentenentzug · Rentenerhöhung · Rentenexperte · Rentenfonds · Rentenformel · Rentenfrage · Rentenhöhe · Rentenindex · Rentenkasse · Rentenleistung · Rentenlücke · Rentenmark · Rentenmarkt · Rentenniveau · Rentenpaket · Rentenpapier · Rentenpfennig · Rentenplan · Rentenpolitik · Rentenreform · Rentenschein · Rentenschuld · Rentensystem · Rentenunterlage · Rentenversicherer · Rentenversicherung · Rentenzahlung · rentenberechtigt · rentenpflichtig
 ·  mit ›Rente‹ als Letztglied: Altersrente · Altrente · Armutsrente · Ausgleichsrente · Basisrente · Berufsunfähigkeitsrente · Betriebsrente · Bodenrente · Differentialrente · Differenzialrente · Doppelrente · Durchschnittsrente · Eckrente · Erbrente · Erwerbsunfähigkeitsrente · Feudalrente · Frührente · Gettorente · Ghettorente · Grundrente · Hinterbliebenenrente · Indexrente · Intelligenzrente · Invalidenrente · Jahresrente · Kapitalrente · Knappschaftsrente · Konsumentenrente · Leibrente · Mehrfachrente · Mindestrente · Monatsrente · Produktivitätsrente · Riester-Rente · Riesterrente · Schadensrente · Sofortrente · Sozialrente · Staatsrente · Standardrente · Tarifrente · Teilrente · Unfallrente · Unterhaltsrente · Verletztenrente · Vermögensrente · Vollrente · Waisenrente · Witwenrente · Zeitrente · Zusatzrente · Überlebensrente
 ·  mit ›Rente‹ als Grundform: berenten
eWDG

Bedeutungen

1.
regelmäßig wiederkehrende Zahlung eines festen Betrages aufgrund von Rechtsansprüchen durch eine gesetzliche oder andere Versicherung
Beispiele:
eine hohe, kleine, bescheidene, angemessene, ausreichende Rente
(eine) Rente beanspruchen, beantragen, beziehen
Renten berechnen, auszahlen, überweisen
für die Bergleute ist eine besondere Rente ausgesetzt
umgangssprachlichin Rente sein (= Rentner sein)
umgangssprachlichin, auf Rente gehen (= aus dem Arbeitsverhältnis ausscheiden)
2.
regelmäßiges Einkommen, das sich aus Kapitalanlagen ergibt
Beispiele:
ihr in der kosmetischen Industrie angelegtes Vermögen warf eine hohe Rente ab
Sie hatte geglaubt, daß ich Privatmann sei, von Renten lebe [ BrodFrau201]
Schurken … / Die aus eurem Elend noch Renten ziehn [ WeinertRufe294]
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rente · Rentner · Rentier2 · rentieren · rentabel · berenten · Rendite
Rente f. ‘regelmäßiges Einkommen aus Versicherungsleistungen bzw. einer Kapitalanlage’, mhd. rent(e) ‘Einkünfte, Ertrag, Vorteil, Gewinn’, Übernahme von afrz. rente ‘Rückgabe, regelmäßige Lieferung, Tribut, regelmäßige Einkünfte’ (frz. rente ‘Einkommen, Rente’), aus vlat. *rendita ‘Pachtzins, Einkommen ohne Arbeitsleistung’, eigentlich ‘(von einem Pächter, Schuldner) Zurückerstattetes’ (vgl. gleichbed. ital. rendita und mlat. rendita, renda, renta), dem substantivierten, als Fem. aufgefaßten Neutr. Plur. des Part. Perf. von vlat. *rendere, das, von bedeutungsnahem und lautlich anklingendem lat. prehendere, prēndere (woraus afrz. frz. prendre) ‘fassen, ergreifen, nehmen’ beeinflußt, auf lat. reddere ‘zurückgeben, zurückerstatten, darbringen, von sich geben, ausspeien’ zurückgeht; vgl. lat. dare ‘geben’. Rentner m. ‘wer Rente bezieht, von einer Rente lebt’ (Ende 15. Jh.); daneben auch Rentier2 m. eine Übernahme (19. Jh.) von gleichbed. frz. rentier. rentieren Vb. (heute meist reflexiv) ‘Gewinn abwerfen, (sich) lohnen, bezahlt machen’ (vereinzelt 15. Jh., häufig seit Anfang 19. Jh.). Älter (ebenfalls zu den roman. Formen gebildet) frühnhd. (bis 18. Jh.), mnd. renten ‘Gewinn bringen’, ahd. rentōn ‘Rechenschaft geben, verantworten’ (9. Jh.), vgl. afrz. rendre in der Bedeutung ‘zurückgeben, von sich geben, (eine Erklärung) abgeben’. rentabel Adj. ‘einträglich, Gewinn abwerfend, lohnend’ (Mitte 19. Jh.), französierende Ableitung vom Substantiv (vgl. später bezeugtes frz. rentable, Ende 19. Jh.). berenten Vb. ‘jmdm. eine Rente gewähren, jmdn. auf (Alters-, Invaliden)rente setzen’ (20. Jh.), älter ‘mit regelmäßigen Einkünften ausstatten’ (Anfang 15. Jh.). Rendite f. ‘Gewinn aus einer Kapitalanlage’, entlehnt (20. Jh.) aus ital. rendita (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ruhestand  ●  (in) Rente  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Rente‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rente‹.

Verwendungsbeispiele für ›Rente‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da geht dann, plötzlich, dieser in Rente, dann, überraschend schnell, jener. [Schröter, Heinz: Ich, der Rentnerkönig, Genf: Ariston 1985, S. 13]
Nun stehen sie in Scheidung, er wird ihr eine kleine Rente zahlen müssen; es wird sich nicht umgehen lassen, so ärgerlich es ist. [Weissmann, Maria Luise: Skizzen. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1920], S. 7083]
Zum großen Teil sei die Rente mit 60 bereits verwirklicht. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1999]]
Immerhin wird nun endlich nicht mehr behauptet, die Renten seien auf ewig sicher. [Die Zeit, 22.10.1998, Nr. 44]
Ohne grundsätzliches Umdenken wird das nicht gehen, etwa bei der Rente. [Die Zeit, 01.10.1998, Nr. 41]
Zitationshilfe
„Rente“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rente>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Rentamt
Rentabilitätsschwelle
Rentabilitätsrechnung
Rentabilitätsprüfung
Rentabilität
Rentenablösung
Rentenalter
Rentenanleihe
Rentenanpassung
Rentenanspruch