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Republik, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Republik · Nominativ Plural: Republiken
WorttrennungRe-pu-blik · Re-pub-lik (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Republik‹ als Erstglied: ↗Republikflüchtige  ·  mit ›Republik‹ als Letztglied: ↗Alpenrepublik · ↗Bananenrepublik · ↗Bundesrepublik · ↗Inselrepublik · ↗Kaukasusrepublik · ↗Nachbarrepublik · ↗Pionierrepublik · ↗Räterepublik · ↗Serbenrepublik · ↗Sklavenhalterrepublik · ↗Sowjetrepublik · ↗Unionsrepublik · ↗Volksrepublik
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
DDR Staat, in dem das gesamte Volk unter Führung der Arbeiterklasse im Bündnis mit allen Werktätigen die Herrschaft ausübt
Beispiele:
eine sozialistische Republik
die Deutsche Demokratische Republik
für das Ansehen der Republik arbeiten
zur Verteidigung der Republik bereit sein
überall in der Republik wurde der 1. Mai festlich begangen
N errang eine Goldmedaille für unsere Republik
2.
Staatsform, in der die Regierung vom Volk gewählt wird
Beispiele:
die bürgerliche Republik
die parlamentarische Republik
eine demokratische Republik
die Republik der Sklavenhaltergesellschaft
die 3. Republik (= die Republik Frankreich von 1870–1940)
die Weimarer Republik (= der deutsche Staat von 1919–1932)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Republik · Republikaner · republikanisch
Republik f. Staatsform mit einer aus Wahlen hervorgegangenen Körperschaft (ohne Monarchen als Staatsoberhaupt), entlehnt (2. Hälfte 16. Jh.) aus lat. rēs pūblica ‘Gemeinwesen, Staat(swesen), Staatsverwaltung, -gewalt’, eigentlich ‘öffentliche Sache’; vgl. lat. rēs ‘Sache, Ding’ und pūblicus ‘zum Volk gehörig, öffentlich, staatseigen’. Im Dt. zunächst Respublic(a), Respublick in bezug auf römische Verhältnisse, im 17. Jh. (entsprechend frz. république) auch Republique (im Wechsel mit der heute gültigen Form). Im Anschluß an die französische Revolution bezeichnet Republik (im Gegensatz zu Monarchie, Despotie, Diktatur) eine bürgerlich-freiheitliche Staatsform, deren Regierung aus einer vom Volke demokratisch gewählten Körperschaft besteht, und wird zum Schlagwort im Kampf des Bürgertums gegen Tyrannei und Absolutismus. Republikaner m. ‘Bürger einer Republik, Anhänger, Befürworter der republikanischen Staatsform’, zuerst Republicain (Anfang 18. Jh., entsprechend mfrz. frz. républicain), danach Republikaner (Ende 18. Jh.). republikanisch Adj. ‘die Republik betreffend, darauf beruhend, dafür eintretend’ (Mitte 18. Jh.).

Thesaurus

Politik
Synonymgruppe
Gemeinwesen · Republik
Unterbegriffe
  • Einwohnergemeinde  schweiz. · ↗Ortsgemeinde  schweiz. · politische Gemeinde  schweiz.
Synonymgruppe
Freistaat · Republik
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Raurachische Republik · Raurakische Republik
  • Löwenrepublik · Republik Venedig
  • Burenfreistaat · Burenrepublik · südafrikanische Republik
  • Pontische Republik · Republik Pontos
  • Demokratische Republik Taiwan · Republik Formosa
  • Neapolitanische Republik · Parthenopäische Republik
  • Lombardische Republik · Transpadanische Republik
  • Volksdemokratie · ↗Volksrepublik

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bonner Gründung Palast Präsident Republik Rest Süden Verfassung Weimarer arabisch ausrufen autonom baltisch demokratisch deutsch dominikanisch französisch fünft islamisch jugoslawisch römisch serbisch slowakisch sozialistisch tschechisch tschechoslowakisch türkisch unabhängig zentralafrikanisch zentralasiatisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Republik‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die neue Republik ist verantwortlich für das Schicksal von 15 bis 16 Mill.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1989]
Unseren Bedarf in der Republik können wir nicht aus eigenem Aufkommen decken.
Meyerhoff, Grete: Kleine Imkerschule, Berlin: Deutscher Landwirtschaftsverl. VEB 1981 [1970], S. 381
Wie weit wird sich die Vereinigte Arabische Republik noch ausdehnen?
Aron, Raymond: Weltdiplomatie: Fronten und Pakte. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 27597
Eine solche Unterstützung wurde der neuen Republik jedoch nur selten zuteil.
Gatzke, Hans W.: Europa und der Völkerbund. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 14965
Die Republik tut sich leicht: Sie pumpt, weil die imperialistischen Methoden von einst ihr Objekte verschafft haben, die sie verpumpen kann.
Völkischer Beobachter (Berliner Ausgabe), 08.03.1929
Zitationshilfe
„Republik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Republik>, abgerufen am 19.02.2019.

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