Resignation, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Resignation · Nominativ Plural: Resignationen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungRe-si-gna-ti-on · Re-sig-na-ti-on (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von resignieren
Beispiele:
bittere, dumpfe, tiefe Resignation
er lebte in einem Zustand stumpfer Resignation dahin
gegen Resignation und Hoffnungslosigkeit ankämpfen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

resignieren · resigniert · Resignation
resignieren Vb. ‘verzichten, sich in sein Schicksal ergeben, sich abfinden’. Zugrunde liegt lat. resīgnāre ‘entsiegeln, eröffnen, zurückgeben, verzichten’, mlat. ‘eine Pfründe, einen Besitz abtreten’ (vgl. lat. sīgnāre ‘mit einem Zeichen, Siegel-, Prägezeichen, Stempel versehen, (be)zeichnen’). Daraus entlehnt spätmhd. resignieren ‘entsiegeln, eröffnen’. In der 1. Hälfte des 16. Jhs. steht das Verb im Sinne von ‘ein Amt niederlegen, abdanken, zurücktreten, sich zurückziehen’ und folgt damit (ebenfalls auf lat. resīgnāre beruhendem) gleichbed. afrz. mfrz. resigner, resiner (frz. résigner); danach (2. Hälfte 18. Jh.) ‘verzichten, sich abfinden’ mit resigniert Part.adj. ‘ergeben, entmutigt, enttäuscht, verbittert’. Resignation f. ‘Verzicht, Entsagung, Ergebung (in das Schicksal), Mutlosigkeit’ (1. Hälfte 18. Jh.), ‘Amtsniederlegung, Abdankung, Rücktritt’ (Mitte 15. Jh., resignacien), mlat. resignatio (Genitiv resignationis) ‘Entsagung, Verzicht’, afrz. resignacion (frz. résignation).

Thesaurus

Synonymgruppe
Resignation · ↗Selbstaufgabe · Sichfügen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anflug Anzeichen Apathie Aufbegehren Bitterkeit Fatalismus Frustration Gleichgültigkeit Hauch Hoffnungslosigkeit Lethargie Melancholie Mutlosigkeit Müdigkeit Passivität Pessimismus Ratlosigkeit Trotz Verbitterung Verzweiflung Wut Zynismus breitmachen dumpf lähmend mitschwingen schwanken umschlagen verfallen vorauseilend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Resignation‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Resignation wäre verständlich nach den erschütternden Bildern der letzten Tage.
Der Tagesspiegel, 16.10.2000
An die Stelle öffentlich vorgetragener Wut ist persönliche Resignation getreten.
Süddeutsche Zeitung, 04.06.1996
Aber mit dieser Resignation kann ich mich nicht zufrieden geben.
Sinn und Form, 1985, Nr. 2, Bd. 37
Wenn die Frau ein Kind empfängt, bekommt sie ein erneutes Signal zur Resignation.
Pilgrim, Volker Elis: Manifest für den freien Mann - Teil 1, Reinbek b. Hamburg: Rowohlt 1983 [1977], S. 117
Es ist nicht Resignation, es ist »gute Erziehung« von innen heraus.
Altenberg, Peter: Mein Lebensabend, Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 21738
Zitationshilfe
„Resignation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Resignation>, abgerufen am 21.02.2019.

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