Resonanz, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Resonanz · Nominativ Plural: Resonanzen
Aussprache
WorttrennungRe-so-nanz
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Resonanz‹ als Erstglied: ↗Resonanzboden · ↗Resonanzfrequenz  ·  mit ›Resonanz‹ als Letztglied: ↗Medienresonanz  ·  mit ›Resonanz‹ als Binnenglied: ↗Magnetresonanztomografie · ↗Magnetresonanztomographie
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
durch Wellen gleicher Schwingungszahl hervorgerufenes Mittönen, Mitschwingen eines anderen Körpers
Beispiel:
die Resonanz des Geigenbodens
2.
übertragen Widerhall, Verständnis, Zustimmung
Beispiele:
die Vorschläge der Kommission fanden in der Bevölkerung eine tiefe Resonanz, fanden breite internationale Resonanz
ohne jede Resonanz bleiben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Resonanz f. ‘Nachklang, Klangverstärkung, Klangverfeinerung durch Mitschwingung in den Obertönen, durch Schallwellen gleicher Schwingungszahl angeregtes Mitschwingen, Mittönen eines anderen Körpers’, frühnhd. resonanz (Anfang 15. Jh.), entlehnt aus lat. resonantia ‘Widerhall, Widerschall, Echo’, Verbalsubstantiv zu resonāre ‘widerhallen’ (vgl. lat. sonāre ‘(er)tönen, (er)schallen, klingen’). Übertragener Gebrauch im Sinne von ‘Anklang, Verständnis, Interesse, Wirkung’ findet sich in der 2. Hälfte des 17. Jhs. zunächst vereinzelt, im 20. Jh. häufiger (dann unter dem Einfluß von gleichbed. frz. réso(n)nance?).

Thesaurus

Synonymgruppe
Mitschwingen · ↗Nachklang · Resonanz · ↗Widerhall
Assoziationen
Synonymgruppe
Anregung · ↗Feedback · ↗Kommentar · Resonanz · ↗Rückmeldung · ↗Stellungnahme
Assoziationen
Chemie
Synonymgruppe
Mesomerie · Resonanz · Resonanzstruktur
Oberbegriffe
Assoziationen
  • M-Effekt · mesomerer Effekt
  • Mesomeriepfeil · Resonanzpfeil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufruf Publikum beachtlich breit enorm enttäuschend erfinden erfreulich erhofft ermutigend erstaunlich finden gering gewaltig gewünscht groß hervorragend lebhaft mangelnd mäßig nennenswert positiv schwach stoßen verhallen verhalten zustimmend öffentlich überraschen überwältigend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Resonanz‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Resonanz sei so groß, dass das Angebot ausgeweitet werde, wurde mitgeteilt.
Die Welt, 29.03.2003
Und mit 10 600 Verkäufen war man im vergangenen Jahr auch durchaus zufrieden mit der Resonanz.
Der Tagesspiegel, 03.08.2002
Auch das reifste Drama findet die Resonanz nicht, die der Dichter erwartet hatte.
Müller-Seidel, W.: Kleist. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 34032
Dieser künstlerische Teil der Oper fand in ihm keine Resonanz.
Girardon, Renée: Destouches. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1954], S. 17864
Erstaunlich ist die Resonanz in den Heften - daraufhin kommt alles.
Tucholsky, Kurt: An Mary Gerold-Tucholsky, 27.09.1919. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1919], S. 15930
Zitationshilfe
„Resonanz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Resonanz>, abgerufen am 24.04.2019.

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