Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Rest, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Restes · Nominativ Plural: Reste
Nebenform Kaufmannssprache, landschaftlich Rest · Substantiv · Nominativ Plural: Rester/Resten
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Rest‹ als Erstglied: Restbestand · Restbetrag · Restchen · Restebuchhandel · Resterampe · Restetag · Restetisch · Resteverwertung · Restforderung · Restgebiss · Restgruppe · Resthypothek · Restkarte · Restlandschaft · Restlaufzeit · Restloch · Restmasse · Restmüll · Restposten · Restprogramm · Restschuld · Reststrafe · Reststück · Restsumme · Resturlaub · Restzahlung · restlos
 ·  mit ›Rest‹ als Letztglied: Brotrest · Essensrest · Farbrest · Kaffeerest · Kohlenwasserstoffrest · Kuchenrest · Lederrest · Mauerrest · Schneerest · Speiserest · Stoffrest · Suppenrest · Tabakrest · Wollrest · Überrest
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
a)
etw., was beim Verbrauch, Verzehr von etw. übrig geblieben ist
b)
etw., was von etw. weitgehend Verschwundenem, Geschwundenem noch vorhanden ist
c)
etw., was von etw. Vergangenem, Zerstörtem, Verfallenem, Abgestorbenem noch vorhanden ist; Überrest
d)
letztes (nur noch zu reduziertem Preis verkäufliches) Stück von einer Meterware
2.
etw., was zur Vervollständigung, zur Vollständigkeit, zur Abgeschlossenheit von etw. noch fehlt
3.
Mathematik Zahl, die beim Dividieren übrig bleibt, wenn die zu teilende Zahl kein genaues Vielfaches des Teilers ist
4.
Chemie Gruppe von Atomen innerhalb eines Moleküls, die untereinander meist stärker als an die übrigen Atome gebunden sind und bei Reaktionen als Einheit auftreten
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rest · Reste(r) · restlos
Rest m. ‘Überbleibsel, Rückstand’ (16. Jh.), zuvor in der Kaufmannssprache Bezeichnung des bei einer Abrechnung übrigbleibenden Geldbetrags (um 1400 im Obd.), entlehnt aus gleichbed. ital. resto, zu ital. restare, lat. restāre ‘zurückbleiben, übrigbleiben, innehalten’ (vgl. lat. stāre ‘stehen’). Dazu die Wendung jmdm. den Rest geben ‘jmdm. den Garaus machen, ihn völlig vernichten’ (17. Jh.), eigentlich wohl ‘den Rest aus dem Glase, der Flasche geben, völlig betrunken machen’. Reste(r) Plur. ‘Überbleibsel von Textilwaren’ (17. Jh.). restlos Adj. ‘ohne Rest’ (Ende 19. Jh.), ‘vollkommen’ (1. Hälfte 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Rest... · residual · restlich
Synonymgruppe
Hinterlassenschaft · Restbestand · Rückstand  ●  Rest  Hauptform · Residuum  fachspr.
Synonymgruppe
Ausschuss · Rest · Reste  ●  Makulatur  fachspr.
Synonymgruppe
Rest · Reststück · Stummel · Stückchen · abgeschnittenes Ende · übriggebliebenes Ende

Typische Verbindungen zu ›Rest‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rest‹.

Verwendungsbeispiele für ›Rest‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und dann waren fast alle gesperrt für den Rest des Jahres. [Wallraff, Günter: Ganz unten, Berlin: Aufbau-Verl.1986 [1985], S. 225]
Den kleinen Rest, den man zum Schluß nur mehr schwer auf den Löffel bekäme, läßt man stehen! [Chamrath, Gustav: Lexikon des guten Tons, Wien: Ullstein 1954 [1953], S. 168]
Ihre fortzeugende Kraft beziehen sie gerade aus dem unfaßbaren Rest. [Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 174]
Zu dieser Expansion waren sie fähig durch ihre militärische Überlegenheit über den Rest der Welt. [Weizsäcker, Carl Friedrich von: Bewußtseinswandel, München: Hanser 1988, S. 464]
Denn wenn sie es nicht tut, wird sie Schaden für den Rest ihres Lebens nehmen. [Der Spiegel, 13.12.1993]
Zitationshilfe
„Rest“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rest>.

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