Reugeld, das

Grammatik Substantiv (Neutrum)
Aussprache 
Worttrennung Reu-geld
eWDG, 1974

Bedeutung

Jura
a)
Geldsumme, die aufgrund entsprechender Vereinbarung von einem Vertragspartner zu zahlen ist, wenn dieser vom Vertrag zurücktritt
b)
Sport Geldsumme, die bei Nichteinhaltung von eingegangenen Verpflichtungen gezahlt werden muss; Bußgeld

Verwendungsbeispiele für ›Reugeld‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Erklärung ist jedoch wirksam, wenn das Reugeld unverzüglich nach der Zurückweisung entrichtet wird.
o. A.: Bürgerliches Gesetzbuch. In: Schönfelder: Deutsche Gesetze : Sammlung des Zivil-, Straf- und Verfahrensrechts, München: Beck 1997
Kläger bestätigte der Beklagten am gleichen Tage die Vereinbarung eines "Reugeldes" von 5000 Mark.
Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 05.04.1928
Bei den Prämiengeschäften steht es der einen Partei frei, gegen Zahlung eines Reugeldes vom abgeschlossenen Geschäfte zurückzutreten.
Penndorf, Balduin: Die Berufsausbildung und Weiterbildung des Kaufmanns, Stuttgart: Violet [1912], S. 241
England hat in Mesopotamien und Palästina nur sehr zögernd seine Kräfte entfaltet, nachdem es anfangs erhebliches Lehr- und Reugeld gezahlt hatte.
Herzfeld, Hans: Erster Weltkrieg und Friede von Versailles. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 10308
Zitationshilfe
„Reugeld“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Reugeld>, abgerufen am 05.12.2020.

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