Reverenz, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Reverenz · Nominativ Plural: Reverenzen
WorttrennungRe-ve-renz
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutung

veraltend
1.
Ehrerbietung, Verehrung, Hochachtung
Beispiele:
jmdm. seine Reverenz erweisen, bezeigen, verweigern
bei aller Reverenz gegenüber der altehrwürdigen Institution sei nicht verschwiegen, dass ...
Ihr habt dem Hut nicht Reverenz bewiesen [SchillerTellIII 3]
2.
Verbeugung, Verneigung
Beispiele:
eine ehrerbietige, tiefe, vorschriftsmäßige Reverenz
er erhob sich, machte seine Reverenz vor dem Richter und setzte sich wieder
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Reverenz f. ‘Ehrerbietung, Verehrung, Hochachtung’, entlehnt (Anfang 15. Jh.) aus lat. reverentia ‘Scheu, Achtung, Ehrfurcht’, mlat. ‘Ehrerweisung, höflicher Gruß, Andacht’, Substantivbildung zu lat. reverērī ‘etw. scheuen, fürchten, Bedenken haben, Achtung, Ehrerbietung erzeigen, ehren’; vgl. lat. verērī ‘ängstlich beobachten, ehrfurchtsvoll scheuen, verehren, fürchten’. Seit der 1. Hälfte des 16. Jhs. auch (mlat. Gebrauch folgend und unter Einfluß von mfrz. frz. révérence) ‘Verneigung, Verbeugung, Knicks’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Diener · ↗Knicks · ↗Verbeugung · ↗Verneigung  ●  ↗Kratzfuß  veraltet · ↗Ehrenbezeigung  geh. · Reverenz  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Reverenz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gastgeber Referenz Tradition Vorbild artig besonder deuten einzig erweisen geboten gebührend gedenken ironisch schuldig spät tief verweigern üblich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Reverenz‹.

Verwendungsbeispiele für ›Reverenz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und für dieses Amt genannt zu werden, klingt auch wieder ehrenwert, nach einer Reverenz.
Der Tagesspiegel, 13.02.2001
Hier konnte ich mich nicht enthalten, ihm meine Reverenz zu erweisen.
Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 68
Gewiss, man sollte sie schonen und ihr die Reverenz erweisen.
Die Zeit, 23.07.2001, Nr. 30
Dies erscheint indes eher eine Reverenz an das Ausrichterland zu sein als ein Signal für eine endgültige Aufnahme unter die olympischen Sportarten.
o. A. [P. L.]: Taekwondo. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1988]
Diesem großen dänischen Poeten, der im Rosenborgslotpark auf einem Denkmalsstuhl saß, erwiesen wir unsere Reverenz.
Hartung, Hugo: Wir Wunderkinder, Düsseldorf: Droste Verl. 1970 [1959], S. 235
Zitationshilfe
„Reverenz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Reverenz>, abgerufen am 29.01.2020.

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