Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Rezension, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Rezension · Nominativ Plural: Rezensionen
Aussprache 
Worttrennung Re-zen-si-on
Grundformrezensieren
Wortbildung  mit ›Rezension‹ als Erstglied: Rezensionsexemplar  ·  mit ›Rezension‹ als Letztglied: Buchrezension · Filmrezension · Theaterrezension
Herkunft rezensieren, vgl. recēnsiolat ‘Musterung’
eWDG

Bedeutungen

1.
kritische Besprechung, Beurteilung einer wissenschaftlichen oder künstlerischen Leistung in einer Zeitschrift oder Zeitung, im Rundfunk oder Fernsehen
Beispiele:
eine kurze, ausführliche Rezension des Werkes, Gedichtes, der Theateraufführung
in den Fachzeitschriften werden laufend Rezensionen veröffentlicht
2.
Wissenschaft kritische Bearbeitung aller vorhandenen Überlieferungen eines Textes, um eine möglichst originalgetreue Fassung herzustellen
Beispiel:
die Rezension gehört zu einem wesentlichen Bestandteil der Textkritik
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

rezensieren · Rezension · Rezensent
rezensieren Vb. ‘(in einer Zeitung, Zeitschrift) würdigen, kritisch besprechen’ (2. Hälfte 17. Jh.), zuvor vereinzelt ‘auf-, erzählen’ (um 1600), entlehnt aus lat. recēnsēre ‘(Stück für Stück, Mann für Mann) sorgfältig prüfen, mustern, durchzählen, mit Worten durchmustern, der Reihe nach hererzählen, kritisch durchmustern, besprechen’, mlat. auch ‘erzählen, schildern’; vgl. lat. cēnsēre ‘begutachten, schätzen, taxieren, (nach Prüfung aller Umstände) der Meinung sein, (an)raten, beschließen’ (s. zensieren). Rezension f. ‘beurteilende Anzeige, kritische Würdigung, Besprechung, Kritik’ einer Neuerscheinung (Ende 17. Jh.); vgl. lat. recēnsio (Genitiv recēnsiōnis) ‘Musterung’ (durch einen Zensor). Rezensent m. ( 18. Jh.); vgl. lat. recēnsēns (Genitiv recēnsentis), Part. Präs. zu lat. recēnsēre (s. oben).

Thesaurus

Kunst
Synonymgruppe
...besprechung · Einschätzung · Kritik · Rezension · Urteil · kritische Würdigung  ●  Beurteilung  Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Rezension‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rezension‹.

Verwendungsbeispiele für ›Rezension‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vorgestern bekam ich vom Verlag die ersten vier Rezensionen meines Buches zugeschickt. [Goldt, Max: Ein Leben auf der Flucht vor der ‚Koralle’. In: ders., Schließ einfach die Augen und stell dir vor, ich wäre Heinz Kluncker, Zürich: Haffmans 1994, S. 83]
Ich sagte ihr, das gefällt mir, ich schreibe eine Rezension. [C't, 2000, Nr. 13]
Denn manchem Album ist hier ein besonders lobender Satz aus einer Rezension angefügt, mehr nicht. [C't, 1997, Nr. 2]
Vorher empfiehlt es sich aber, in den zahlreichen Rezensionen zu stöbern. [C't, 1996, Nr. 5]
Zunächst hatte Marx vor, eine Rezension des Einzigen zu schreiben. [Die Zeit, 27.01.2000, Nr. 5]
Zitationshilfe
„Rezension“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rezension>.

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