Ribonukleinsäure, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ribonukleinsäure · Nominativ Plural: Ribonukleinsäuren
Aussprache  [ʀibonukleˈiːnzɔɪ̯ʀə]
Worttrennung Ri-bo-nu-kle-in-säu-re · Ri-bo-nuk-le-in-säu-re
Duden, GWDS, 1999 und DWDS

Bedeutung

Biochemie aus Phosphorsäure, Ribose und organischen Basen aufgebaute chemische Verbindung in den Zellen aller Lebewesen, die verantwortlich ist für die Übertragung der Erbinformation vom Zellkern in das Zellplasma und für den Transport von Aminosäuren im Zellplasma zu den Ribosomen, an denen die Verknüpfung der Aminosäuren zu Eiweißen erfolgt
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: die ribosomale, doppelsträngige Ribonukleinsäure
in Koordination: Protein, Eiweiß und Ribonukleinsäure
Beispiele:
Die Ribonukleinsäure ist ähnlich aufgebaut wie die Desoxyribonukleinsäure (DNA). Sie spielt als Träger von Erbinformationen jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Als Zwischenspeicher für Informationen dient sie unter anderem als Übersetzer und Überträger des genetischen Codes von der DNA zum Protein. [Medizin-Lexikon & Gesundheits-Ratgeber, aufgerufen am 12.06.2017]
Das Virion (= Viruspartikel) besteht aus dem Genom, das wie bei unseren Zellen aus doppelsträngiger Desoxyribonukleinsäure (DNA) besteht oder auch aus einzelsträngiger Ribonukleinsäure (RNA). [Neue Zürcher Zeitung, 20.10.2014]
Die Ribonukleinsäure (RNA) besteht – ähnlich der Desoxyribonukleinsäure (DNA), der Trägerin der Erbinformation – aus einem Rückgrat von Zuckermolekülen, die über Phosphatgruppen miteinander verbunden sind. [Neue Zürcher Zeitung, 30.11.2005]
Die meisten Moleküle vermehren sich nicht von selbst. Eine Ausnahme sind bestimmte Nukleinsäuren. Man nimmt an, dass die Entstehung des Lebens mit der Bildung von Ribonukleinsäuren (RNA) ihren Lauf nahm. Diese Moleküle können sich selbsttätig vermehren, indem sie die eigenen Bausteine zusammenlagern. Eng verwandt mit der Ribonukleinsäure ist die Desoxyribonukleinsäure (DNA). Die Vererbung in heutigen Organismen beruht auf einer Vervielfältigung dieses Moleküls. [Neue Zürcher Zeitung, 14.01.2004]
Mit ihren Forschungen trug [die US-Biochemikerin] Steitz erheblich zur Aufklärung des grundlegenden Mechanismus bei, wie die Erbinformation DNS in Proteine übersetzt werden[…]. Die 1941 geborene Steitz forscht seit 30 Jahren über die Struktur und Funktion der Ribonukleinsäure RNS, die eng mit der DNS verwandt ist. [Die Welt, 27.10.2000]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Ribonukleinsäure‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ribonukleinsäure‹.

Zitationshilfe
„Ribonukleinsäure“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ribonukleins%C3%A4ure>.

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