Ried, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Ried(e)s · Nominativ Plural: Riede
Aussprache
Wortbildung mit ›Ried‹ als Erstglied: ↗Rieddach · ↗Riedgras
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Schilf, Röhricht
Beispiele:
das Ried rauscht, wird vom Wind gepeitscht
die Wildenten versteckten sich im Ried
im Herbst färbt sich das Ried gelb
2.
mit Schilf bewachsenes Gelände, Sumpf, Moor
Beispiele:
ein gefrorenes Ried
in ein Ried geraten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ried1 · Riet · Reet · Riedgras
Ried1 n. älter auch Riet, ‘Sumpfgras, Schilf, Röhricht’, ahd. (h)riot (9. Jh.), mhd. riet, asächs. hriod, mnd. rēt, reit, nd. Reet n. mnl. nl. riet, aengl. hrēod, engl. reed (westgerm. *hreuda-). Herkunft ungewiß. Vergleicht man aengl. hreaþemūs ‘Fledermaus’, lit. krutė́ti ‘sich bewegen, sich rühren’, krutùs ‘beweglich, regsam, rührig, lebhaft’, vielleicht auch toch. A kru ‘Rohr (?)’ und sieht in Ried ‘das sich im Winde Bewegende’, so kann an ie. *kreut- bzw. *kreudh- ‘schwingen, lebhaft bewegen’ gedacht werden. Ob hier auch mhd. rütten ‘in Erschütterung versetzen, schütteln’ angeschlossen werden kann, ist zweifelhaft (s. ↗rütteln). Dazu die verdeutlichende Bildung Riedgras n. ahd. (h)riotgras (10. Jh.), mhd. rietgras.

Ried2 n. ‘durch Rodung gewonnenes Land’, zumal in Ortsnamen -reut(h), ahd. -riod, (h)riot (10. Jh.), mhd. riet. Nebenform von ↗Reute (s. ↗roden).

Thesaurus

Botanik
Synonymgruppe
Ried · ↗Schilf · ↗Schilfrohr  ●  ↗Reet  norddeutsch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gang Langlaufstadion hessisch oberösterreichisch südhessisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ried‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch schon nach dem ersten Einsatz für Energie (1:2 gegen Ried) hat der Keeper den Kampf ums Tor vorerst verloren.
Bild, 02.07.2001
So schritten und weilten wir oft viele Stunden in Moor und Ried.
Jünger, Ernst: Auf den Marmorklippen, Gütersloh: Bertelsmann 1995 [1939], S. 81
Wenn im Ried der erste Rauch aufsteigt, ist es überstanden.
Süddeutsche Zeitung, 27.02.1999
Im Vergleich mit B. Ried liegt seine besondere Bedeutung in seiner Dekorationskunst und in den historisierenden Zügen.
o. A.: Lexikon der Kunst - R. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 31978
Nachts schlafen sie noch im Ried der Flußufer, im Schilf der sumpfigen Teiche.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 457
Zitationshilfe
„Ried“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ried#1>, abgerufen am 17.09.2019.

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Ried, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Ried(e)s · Nominativ Plural: Riede
Aussprache
Wortbildung mit ›Ried‹ als Letztglied: ↗Weinried
eWDG, 1974

Bedeutung

österreichisch Nutzfläche in einem Weinbaugebiet
Beispiel:
Weine aus den besten Rieden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ried1 · Riet · Reet · Riedgras
Ried1 n. älter auch Riet, ‘Sumpfgras, Schilf, Röhricht’, ahd. (h)riot (9. Jh.), mhd. riet, asächs. hriod, mnd. rēt, reit, nd. Reet n. mnl. nl. riet, aengl. hrēod, engl. reed (westgerm. *hreuda-). Herkunft ungewiß. Vergleicht man aengl. hreaþemūs ‘Fledermaus’, lit. krutė́ti ‘sich bewegen, sich rühren’, krutùs ‘beweglich, regsam, rührig, lebhaft’, vielleicht auch toch. A kru ‘Rohr (?)’ und sieht in Ried ‘das sich im Winde Bewegende’, so kann an ie. *kreut- bzw. *kreudh- ‘schwingen, lebhaft bewegen’ gedacht werden. Ob hier auch mhd. rütten ‘in Erschütterung versetzen, schütteln’ angeschlossen werden kann, ist zweifelhaft (s. ↗rütteln). Dazu die verdeutlichende Bildung Riedgras n. ahd. (h)riotgras (10. Jh.), mhd. rietgras.

Ried2 n. ‘durch Rodung gewonnenes Land’, zumal in Ortsnamen -reut(h), ahd. -riod, (h)riot (10. Jh.), mhd. riet. Nebenform von ↗Reute (s. ↗roden).

Thesaurus

Botanik
Synonymgruppe
Ried · ↗Schilf · ↗Schilfrohr  ●  ↗Reet  norddeutsch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gang Langlaufstadion hessisch oberösterreichisch südhessisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ried‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch schon nach dem ersten Einsatz für Energie (1:2 gegen Ried) hat der Keeper den Kampf ums Tor vorerst verloren.
Bild, 02.07.2001
So schritten und weilten wir oft viele Stunden in Moor und Ried.
Jünger, Ernst: Auf den Marmorklippen, Gütersloh: Bertelsmann 1995 [1939], S. 81
Wenn im Ried der erste Rauch aufsteigt, ist es überstanden.
Süddeutsche Zeitung, 27.02.1999
Im Vergleich mit B. Ried liegt seine besondere Bedeutung in seiner Dekorationskunst und in den historisierenden Zügen.
o. A.: Lexikon der Kunst - R. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 31978
Nachts schlafen sie noch im Ried der Flußufer, im Schilf der sumpfigen Teiche.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 457
Zitationshilfe
„Ried“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ried#2>, abgerufen am 17.09.2019.

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