Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Riester, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Riesters · Nominativ Plural: Riester
Aussprache  [ˈʀiːstɐ]
Worttrennung Ries-ter
eWDG

Bedeutung

fachsprachlich Lederflicken, meist auf dem Oberleder eines Schuhs
Beispiele:
einen Riester aufsetzen
alte Schuhe voller Riester
[…] eine Ziehharmonika, eine altertümliche, mit zahllosen Riestern und Pechdraht zusammengehalten […] [ BobrowskiLevin48]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Riester1 m. ‘aufzusetzender Flecken zur Ausbesserung des Schuhwerks’, mundartlich verbreitet, zuerst deminutiv frühnhd. riesterlen (um 1500). Eine Bildung mit ie. tro-Suffix, die sich wie verwandtes Altreuse, bei sekundärer Entrundung Altreiß ‘Schuhflicker’, mhd. riuʒe, altriuʒe, frühnhd. rewse (15. Jh.), Altreuss (16. Jh.), Altreiß (17. Jh.) an eine s-Erweiterung der Wurzel ie. *krā(u)-, *krəu-, *krū̌- ‘aufeinander legen, be-, zudecken, verbergen’ anschließt (auf einer Dentalerweiterung der Wurzel beruht germ. *hreudan ‘bedecken’, s. rüsten).

Typische Verbindungen zu ›Riester‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Riester‹.

Zitationshilfe
„Riester“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Riester>.

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