Rille, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Rille · Nominativ Plural: Rillen
Aussprache
WorttrennungRil-le (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Rille‹ als Erstglied: ↗Rillenglas · ↗Rillenprofil · ↗Rillensaat · ↗Rillenschiene · ↗rillenförmig
 ·  mit ›Rille‹ als Letztglied: ↗Saatrille · ↗Spurrille
eWDG, 1974

Bedeutung

Rinne, kleine Furche an der Oberfläche von etw.
Beispiele:
das Waschbrett, die Säule hat Rillen
sein Gesicht war fahl und voller Rillen (= Runzeln)
das Eichhörnchen hakt sich beim Klettern mit seinen spitzen Krallen an den Rillen der Baumrinde ein
wir steckten gerade die dritte Aussaat Erbsen, Rille für Rille [RinserLobel34]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rille f. ‘Furche, Rinne, Kerbe’. Nd. Rille ‘Rinne, Furche, Flußbett’, eigentlich ‘kleiner Bach’ (vgl. nl. ril ‘Furche’) wird in der Mitte des 18. Jhs. in die Literatursprache aufgenommen. Es ist ein Deminutivum mit dem Suffix germ. -(u)lō(n) zu mnd. rīde ‘Bach, kleiner Wasserlauf, Graben’, asächs. rīð ‘Bach’ (in Ortsnamen), aengl. rīþ, rīþe ‘Bach, Fluß’, einer Dentalbildung zu der unter ↗rinnen (s. d.) genannten Wurzel.

Thesaurus

Synonymgruppe
Furche · ↗Nut · ↗Riefe · Rille · ↗Ritze · ↗Vertiefung
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Furche Krater Kurve Loch Nadel Oberfläche Platte Reifen Rille Rinne Riß Schallplatte Sohle Vertiefung Vorderreifen abfahren abtasten durchziehen fein fräsen graben kratzen parallel reinigen ritzen schmal speichern tief umlaufend winzig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rille‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Danach brachte er keine Lieder mehr in die Rille, zunächst.
Bild, 29.11.2001
Wer redet heute noch von den Reifen mit vier Rillen, mit denen die Geschwindigkeit reduziert werden sollte?
Der Tagesspiegel, 04.03.2001
Er beobachtete, wie er mit einem Stock etwas in den Sand zeichnete, was er nicht erkennen konnte, lauter Rillen.
Born, Nicolas: Die Fälschung, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1980 [1979], S. 52
Am nächsten Tag fand ich frische Rillen, diesmal tiefer eingedrückt, wohl von schwerer beladenen Wagen.
Loest, Erich: Völkerschlachtdenkmal, München: Dt. Taschenbuch-Verl. 1987 [1984], S. 274
Diederich sah sich genötigt, ihm auch noch gegen Rille zu helfen.
Mann, Heinrich: Der Untertan, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1918], S. 293
Zitationshilfe
„Rille“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rille>, abgerufen am 19.10.2019.

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