Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Rind, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Rind(e)s · Nominativ Plural: Rinder
Aussprache  [ʀɪnt]
eWDG

Bedeutungen

1.
als Nutztier und Arbeitstier gehaltener paarhufiger Wiederkäuer, der bei beiden Geschlechtern zwei Hörner am massigen Schädel, einen kräftigen Knochenbau und einen langen Schwanz mit einer Quaste hat
Beispiele:
ein junges, männliches, braunes, rotbuntes, schwarzbuntes Rind
die Arbeits‑, Fleisch‑ und Milchleistung des Rindes
die Haut des Rindes wird zu Leder verarbeitet
die Rinder brüllen
er füttert die Rinder, treibt die Rinder auf die Weide, in den Stall
Rinder züchten
2.
umgangssprachlich Fleisch von 1
Grammatik: nur im Singular
Beispiel:
er isst lieber Rind als Schwein
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rind · Rindvieh
Rind n. Der Name für wiederkäuende, horntragende Paarhufer, besonders für deren Zuchtformen, die als Milch- und Fleischlieferanten sowie als Zugtiere gehalten werden, ahd. (h)rind (8. Jh.), mhd. rint, asächs. hrīð, mnd. rint, mnl. rint, rent, afries. hrīther, aengl. hrīþer (westgerm. *hrinda-) und schwundstufig mnd. runt, ront, mnl. ront, runt, nl. rund, aengl. hrȳþer (germ. *hrunda-) führt über ie. *k̑rent-, *k̑ṛnt- auf die Wurzel ie. *k̑er(ə)- ‘das Oberste am Körper, Kopf, Horn’ (s. Hirn, Horn und andere Benennungen gehörnter Tiere wie Hirsch, Hornisse, Ren). Rindvieh n. (15. Jh.).

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Hausrind · Rind · Rindvieh  ●  Bos taurus  fachspr., lat., griechisch · Bovinae  fachspr.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Rind‹ (berechnet)

Fleisch Herde Raß ausgewachsen bse-infizierte bse-infizierten bse-kranken erkranken erkrankt geklont geschlachtet getestet getötet grasen grasend hormonbehandelt importiert infiziert notgeschlachtet rüsselsheimer schlachten testen trächtig verendet weiden weidend züchten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rind‹.

Verwendungsbeispiele für ›Rind‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er spritzte sie gesunden Rindern ein – und sie wurden nicht krank. [Grzimek, Bernhard: Kein Platz für wilde Tiere, Köln: Lingen [1973] [1954], S. 149]
Und was haben die Bauern auch rein äußerlich aus dem Rind gemacht! [Hahn, Christian Diederich: Bauernweisheit unterm Mikroskop, Oldenburg i.O.: Stalling 1943 [1939], S. 69]
Es gilt, jene acht Rinder zu suchen, die gestern abend nicht mehr gefunden werden konnten. [Die Zeit, 23.05.1997, Nr. 22]
Auf den Farmen stauen sich derweil immer mehr schlachtreife Rinder. [Die Zeit, 10.05.1996, Nr. 20]
Das heisere Brüllen verendender Rinder zitterte schrecklich durch die Luft. [Frenssen, Gustav: Peter Moors Fahrt nach Südwest, Berlin: Grote 1920 [1906], S. 144]
Zitationshilfe
„Rind“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rind>.

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