Rinde, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Rinde · Nominativ Plural: Rinden
Aussprache
WorttrennungRin-de
Wortbildung mit ›Rinde‹ als Erstglied: ↗Rindenboot · ↗Rindenbrand · ↗Rindenhütte · ↗rindenlos
 ·  mit ›Rinde‹ als Letztglied: ↗Birkenrinde · ↗Brotrinde · ↗Chinarinde · ↗Eichenrinde · ↗Erdrinde · ↗Gehirnrinde · ↗Gerbrinde · ↗Großhirnrinde · ↗Hirnrinde · ↗Hörrinde · ↗Käserinde · ↗Lohrinde · ↗Nebennierenrinde · ↗Pappelrinde · ↗Sehrinde · ↗Tannenrinde
 ·  mit ›Rinde‹ als Grundform: ↗entrinden · ↗rindig  ·  formal verwandt mit: ↗berindet · ↗dickrindig · ↗glattrindig · ↗raurindig
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
(harte) äußere Schicht aus Zellgewebe, die Stamm, Ast und Wurzel höherer Pflanzen mantelartig umgibt, Baumrinde
Beispiele:
eine glatte, raue, rissige Rinde
die borkige Rinde der Kiefer
die Rinde ablösen, abschälen
er hatte ihren Namen in die Rinde der alten Linde geschnitten, eingeritzt
2.
verhältnismäßig harte Schicht von etw. Weichem, Kruste
Beispiele:
die knusprige, harte, trockene Rinde eines Brots
du musst erst die Rinde vom Käse abschneiden
3.
Schicht, die bestimmte Organe des Menschen und Tieres umgibt
Beispiel:
die Rinde des Großhirns
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rinde f. ‘äußere, den Stamm, die Äste, Wurzeln umgebende Schicht, Borke’, ahd. rinta (8. Jh.), mhd. rinde, rinte, asächs. rinda, mnd. rinde, mnl. rinde, rende, aengl. rind(e), engl. rind und (ablautend) nhd. (elsäss.) Runge, (schweiz.) Runde, Runge ‘(Käse)rinde’, mnl. runde, run(ne) ‘Rinde, Gerberlohe’, nl. run ‘Gerberlohe’ lassen sich mit mnd. rende ‘Zerbrochenes’, aengl. rendan ‘reißen’, engl. to rend ‘(in Stücke) reißen’ verbinden und führen vielleicht mit aind. rándhram ‘Öffnung, Spalt, Höhle’ auf ie. *rendh- ‘(zer)reißen’, so daß für Rinde eine Grundbedeutung ‘(zur Nutzung) Abgerissenes, Zerrissenes’ oder ‘Rissiges’ angenommen werden kann.

Thesaurus

Synonymgruppe
Borke · Rinde
Oberbegriffe
  • Organ einer Pflanze · Pflanzenorgan · ↗Pflanzenteil · Teil einer Pflanze

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ast Bast Baum Baumstamm Beere Birke Eibe Eiche Extrakt Flechte Holz Knospe Korkeiche Maulbeerbaum Stamm Weidenbaum Wurzel Zweig abschälen borkig einritzen einschneiden getrocknet knorrig rauh rissig ritzen rötlich schnitzen schälen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rinde‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei einem anderen Baum ritzt sie in die Rinde, ein weißlicher Saft quillt hervor.
Der Tagesspiegel, 18.04.2004
Dabei reißen die Tiere oft große Teile der Rinde ab.
Bild, 26.05.1999
Weiß und wund leuchtete das Holz aus der gesprengten Rinde.
Aichinger, Ilse: Die größere Hoffnung, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1966 [1948], S. 208
Das Herz ist klein und unterscheidet sich in der rötlichorange Farbe kaum von der Rinde.
o. A.: Ratgeber für den Feingemüsebau im Freiland, Berlin: VEB Dt. Landwirtschaftsverl 1962, S. 391
Ich musterte die Rinde des ersten Baumes und stand lange davor.
Rangnow, Rudolf: Tropenpracht und Urwaldnacht, Braunschweig: Gustav Wenzel & Sohn 1938 [1938], S. 106
Zitationshilfe
„Rinde“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rinde>, abgerufen am 19.09.2019.

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