Ringelblume, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ringelblume · Nominativ Plural: Ringelblumen
Aussprache  [ˈʀɪŋl̩ˌbluːmə]
Worttrennung Rin-gel-blu-me
Wortzerlegung Ringel1Blume

Bedeutungsgeschichte

Der Name bezieht sich auf die Samen, die nach der Blüte Ringel bilden.
eWDG und ZDL

Bedeutung

Ringelblumensamen
Ringelblumensamen
Ringelblume
Ringelblume
Ringelblume
Ringelblume
(Joydeep, CC BY-SA 3.0)
intensiv duftende Blume mit leuchtend gelben oder orangefarbenen Blüten, die in Küchengärten oder auf Feldern kultiviert wird   Die Ringelblume (Calendula officinalis) gehört zu den Korbblütlern und ist eine weit verbreitete, viel genutzte Heilpflanze.
Synonym zu Calendula
Beispiele:
Die Blüten der Ringelblume (Calendula) sind ein altbekanntes und effektives Hausmittel besonders bei der Wundversorgung. [Schürfwunde richtig behandeln, 12.08.2020, aufgerufen am 18.09.2020]
In Laborversuchen konnte gezeigt werden, dass Ringelblumen Wunden schneller heilen lassen. Außerdem wirkt die Pflanze anti‑entzündlich – beides sehr gut bei Pickeln und Akne. [Bild, 30.07.2019]
Auch Blumen wie Ringelblume und Kapuzinerkresse können auf das Stroh gepflanzt werden, sodass man ein paar essbare Blüten stets zur Dekoration griffbereit hat. [Die Welt, 01.04.2016]
Ein Bauerngarten lebt von der Vielfältigkeit seiner Pflanzen: Gelbe Ringelblumen, die sich jedes Jahr selbst aussäen. Rankende Kapuzinerkresse. Blauer Rittersporn. Roter Fingerhut. [Bild, 21.07.1998]
Freude machen auch Ringelblumen (Calendula off.), die in verschiedenen Farbtönen von Gelb bis Orange, in der Blüte einfach oder mit gefüllten Röhrenblüten angeboten wird [sic! werden]. [Neues Deutschland, 19.04.1980]

letzte Änderung:

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Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ring · rings · ringen1 · beringen · umringen · Ringel · ringeln · Ringelblume · Ringelnatter · Ringelspiel
Ring m. ‘kreisförmiges Gebilde’, ahd. (h)ring (8. Jh.), mhd. rinc, ring, auch ‘Panzerring, (ringförmige) Versammlung, Gericht, Platz’, asächs. hring, mnd. rink, mnl. rinc, nl. ring, afries. aengl. hring, engl. ring, anord. hringr, auch ‘Schwert, Schlange, Schiff’, schwed. ring (germ. *hrenga-, woraus finn. rengas ‘Ring’) führt mit aslaw. krǫgъ, russ. krug (круг) ‘Kreis, runde Scheibe’ auf ie. *(s)krengh- (s. auch ↗ringen2 und ablautendes ↗Runge), eine nasalierte Erweiterung der Wurzel ie. *(s)ker- ‘drehen, biegen, kreisend bewegen’ (s. ↗schräg, ↗Schrank). rings Adv. ‘rundherum, im Kreis, überall’ (1. Hälfte 16. Jh.), obd. gerings (Mitte 15. Jh.), aus präpositionalen Wendungen wie frühnhd. zu ring vmb, zu rings vmbher mit adverbiell erstarrtem genitivischem -s; vgl. ringsherum, frühnhd. rings herumb. ringen1 Vb. ‘einen Ring bilden, mit einem Ring versehen’ (vereinzelt bis ins 18. Jh., heute unüblich). Als schwaches Verb vom Substantiv abgeleitet, ahd. (h)ringen ‘zu einem Kreis formen’ (um 1000; vgl. gi(h)ringen ‘einen Kreis bilden, umgürten’, 10. Jh.), (h)ringōn ‘(im Kreis) aufstellen’ (9. Jh.), mhd. ringen ‘mit einem Ring versehen’; dazu die Präfixverben beringen Vb. ‘mit einem Ring versehen’, mhd. beringen ‘umzingeln’; umringen Vb. ‘dicht umgeben, umstellen, umdrängen’, ahd. umbi(h)ringen (8. Jh.), mhd. umberingen; vgl. ahd. umbi(h)ring (8. Jh.), mhd. umberinc ‘Umkreis, Kreislauf’. Ringel m. n. f. ‘kleiner Ring, kleineres ring-, kreisförmiges Gebilde, Gebäck’, ahd. (h)ringila f. ‘Ringelblume, kreisförmiges Gebäck’ (10. Jh.), (h)ringilo m. ‘Ringelblume’ (11. Jh.), mhd. ringel(īn), ringele, auch ‘kleines ringförmiges Gebilde, kleiner Ring’, Deminutivbildung zum Substantiv. ringeln Vb. ‘zu kleinen Ringen formen, Kreise, Schnörkel bilden, entstehen lassen’, reflexiv ‘die Form von Ringeln annehmen’, ahd. (h)ringilōn ‘mit Ringeln versehen’ (Hs. 12. Jh.), mhd. ringeln, auch reflexiv ‘sich ringeln, kräuseln’. Ringelblume f. gelb blühende Gartenblume mit ringförmig gekrümmten Früchten, mhd. ringelbluome, vgl. ahd. ringula f., ringilo m. (10. Jh.). Ringelnatter f. graugrüne, mit drei bis sechs Reihen schwarzer Flecken und einem weißen bis gelben Fleck an beiden Seiten des Hinterkopfes gezeichnete Natter (Ende 18. Jh.). Nach den schwarzen Ringeln auf der Haut? Weil sie sich ringelnd fortbewegt, oder weil sie sich zusammenringelt? Ringelspiel n. öst. obd. südwestd. ‘Karussell’ (18. Jh.).

Thesaurus

Botanik
Synonymgruppe
Ringelblume  ●  Magdalensblume  ugs. · Regenblume  ugs. · ↗Studentenblume  ugs. · ↗Totenblume  ugs. · Warzenblume  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Ringelblume‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ringelblume‹.

Zitationshilfe
„Ringelblume“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ringelblume>, abgerufen am 16.06.2021.

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