Rippspeer, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Nebenformen Rippespeer · Substantiv (Maskulinum)
Nebenformen Rippenspeer · Substantiv (Maskulinum)
WorttrennungRipp-speer ● Rip-pe-speer ● Rip-pen-speer (computergeneriert)
WortzerlegungRippeSpeer
eWDG, 1974

Bedeutung

Kochkunst gepökeltes Rippenstück vom Schwein
Beispiel:
Kasseler, Kassler Rippenspeer/Rippespeer/Rippspeer mit Sauerkohl
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rippe · Gerippe · Rippenspeer
Rippe f. einer der gebogenen Knochen, die den Brustkorb von Menschen und Wirbeltieren bilden, ahd. ribbi, rippi n. (9. Jh.), ribba, rippa f. (10. Jh.), mhd. rippe, rib(b)e, riebe f. n., asächs. ribbi n., mnd. ribbe, rebbe m. n., mnl. ribbe, rebbe, nl. rib(be), afries. rib, reb m. n., aengl. rib(b), engl. rib, anord. rif, auch ‘Riff’ (s. ↗Riff), schwed. rev führen als j-Ableitungen (germ. *rebja-) mit der ro-Ableitung aslaw. rebro ‘Rippe, Seite’, russ. rebró (ребро) ‘Rippe’ sowie mit griech. eréphein (ἐρέφειν) ‘überdecken, überdachen’ und (ablautend) órophos (ὂροφος) ‘Bedeckung, Dach’ auf eine Wurzel ie. *rebh- ‘überwölben, überdachen’. Die Rippen sind also die Bedeckung der Brusthöhle. Gerippe n. ‘Knochengerüst der Brust, des Körpers, Skelett’ (17. Jh.), gebildet mit kollektivem ↗ge- (s. d.). Rippenspeer m. ‘gepökeltes Rippenstück vom Schwein’, Rippspeer (18. Jh.), mnd. ribbespēr; das Grundwort (s. ↗Speer) bezeichnet zunächst den Bratspieß, auf den das Rippenstück gesteckt wird, danach im Kompositum das Fleisch selbst.

Thesaurus

Synonymgruppe
Leiterchen · Rippenspeer · Schälrippe  ●  Ripperl  bair. · Ripple  schwäbisch
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein anständiges Kohlessen ist ohne "Pinkel", das sind saftige Kohlwürste, Kassler Rippenspeer und geräuchertem Speck ganz unvorstellbar.
Süddeutsche Zeitung, 02.06.2001
Sie besichtigen Dürers bebende Lende im Museum oder die Schlachterei am Teutoburger Wald, wo Armins Rippenspeer zu bewundern ist.
Süddeutsche Zeitung, 23.09.1995
Mit Behagen schnuppert er den Geruch des gepökelten Koteletts, des sogenannten Kasseler Rippenspeers.
Feuchtwanger, Lion: Die Geschwister Oppermann, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1933], S. 68
Der Rücken, der aus dem Rippen- und dem Nierenstück besteht, wird gepökelt, geräuchert und dann als Kasseler Rippenspeer bezeichnet.
Kölling, Alfred: Fachbuch für Kellner, Leipzig: Fachbuchverl. VEB 1962 [1956], S. 229
Kasseler Rippenspeer oder Rippespeer ist geräuchertes Schweinsrippenfleisch, hat aber mit dem hessischen Kassel vermutlich nichts zu tun.
Krämer, Walter / Sauer, Wolfgang, Lexikon der populären Sprachirrtümer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 19
Zitationshilfe
„Rippspeer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rippspeer>, abgerufen am 11.12.2019.

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