Rist, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ristes · Nominativ Plural: Riste
Aussprache
Wortbildung mit ›Rist‹ als Erstglied: ↗Ristgriff · ↗Risthang  ·  mit ›Rist‹ als Letztglied: ↗Fußrist · ↗Handrist
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Fußrücken, Spann
Beispiel:
die Schuhe sind über dem Rist zu eng
selten Handrücken
2.
erhöhter Übergang vom Hals zum Rücken, besonders beim Pferd
Beispiel:
[der Fürst] hatte den Helm abgetan und ihn vor sich auf den Rist seines Pferdes gesetzt [BobrowskiBoehlendorff51]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rist m. ‘Fuß-, Handrücken, Übergang vom Hals zum Rücken (besonders beim Pferd)’, ahd. (w)rist m. (Hs. 13. Jh.), mhd. rist m. n., riste f. n. ‘Hand-, Fußgelenk’, spätmhd. ‘Halsgelenk an der Schulter des Pferdes, gebogener Rücken des Fußes’, frühnhd. ‘Wölbung des Fußes’, riß ‘Fußfessel, Fußschlinge, Zehe’, afries. -wrist ‘Hand-, Fußwurzel’, mnl. wrist, aengl. engl. wrist ‘Handgelenk’, anord. rist, (älter) vrist ‘Spann des Fußes’, schwed. vrist führen auf eine st-Bildung germ. *wrihst-. Verwandt sind ahd. (w)rīho ‘Kniekehle, Wade’ (9. Jh.), mhd. rīhe ‘Rist des Fußes’, mnd. wrīch ‘verdreht’ sowie (mit grammatischem Wechsel) mnl. wrīgen ‘krumm wachsen’, aengl. wrīgian ‘gehen, drehen, wenden’ und außergerm. griech. rhoikós (ῥοικός) ‘gekrümmt, gebogen, krummbeinig’, lat. rīca ‘Kopftuch’, lit. ríeša(s) ‘Handgelenk, -wurzel, Fußgelenk, -wurzel, -knöchel’. Sie führen auf ie. *u̯reik̑- ‘drehen, umwickeln, binden’, eine Erweiterung der Wurzel ie. *u̯er- ‘drehen, biegen’. Zu einer Dentalableitung der gleichen Wurzel gehört das starke Verb ahd. (w)rīdan ‘drehen, winden’ (8. Jh.), aengl. wrīþan ‘winden, flechten, fesseln’, engl. to writhe ‘(sich) winden, drehen’, anord. rīða ‘flechten, knüpfen’; ferner s. auch ↗werfen und ↗Wurm.

Thesaurus

Synonymgruppe
Fußrücken · Rist · ↗Spann

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ball Basketball-Dame Basketball-Mädel Basketballerin Bundesliga-Dame Bundesliga-Frau Dame Fuß Mädel Regionalliga-Herr Video Zweitliga-Dame Zweitliga-Frau Zweitliga-Herr rutschen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rist‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Fred Rist ruft seine nur noch einmal pro Tag ab.
Die Zeit, 19.02.2007, Nr. 08
Sowohl die Tigers als auch Rist wollen sofort wieder hoch.
Bild, 28.09.2002
Die scharfen Hornkanten des Hufes drückten sich in den Rist meines Fußes.
Strittmatter, Erwin: Der Laden, Berlin: Aufbau-Verl. 1983, S. 52
Ob er hier fest angestellt war, läßt Rists Gedicht nicht erkennen.
Ruhnke, Martin: Jacobi. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1957], S. 41240
Unter der Regie von Arnold Franck spielen in diesem als »künstlerisch« ausgezeichneten Film Sepp Rist, Brigitte Horney, Ernst Nansen und Eduard v. Winterstein.
o. A.: 1934. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 20340
Zitationshilfe
„Rist“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rist>, abgerufen am 24.08.2019.

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