Ritt, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ritt(e)s · Nominativ Plural: Ritte
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Ritt‹ als Erstglied: ↗Rittmeister · ↗rittlings  ·  mit ›Ritt‹ als Letztglied: ↗Dauerritt · ↗Geländeritt · ↗Nullfehlerritt · ↗Parforceritt · ↗Patrouillenritt · ↗Spazierritt · ↗Todesritt · ↗Verfolgungsritt · ↗Walkürenritt · ↗Übungsritt
eWDG

Bedeutung

das Reiten, der Ausritt, Ausflug auf einem Reittier, besonders einem Pferd
Beispiele:
ein abenteuerlicher, scharfer, wilder, waghalsiger, anstrengender Ritt
einen (langen, kurzen) Ritt machen, unternehmen
ein Ritt durch die Steppe, in den Wald, über Wiesen und Felder
das jugendliche Kinopublikum war von den tollkühnen Ritten des Filmhelden begeistert
umgangssprachlich, übertragen auf einen Ritt, in einem Rittohne Unterbrechung, hintereinander
Beispiel:
er hat das Glas auf einen Ritt ausgetrunken
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ritt · Rittmeister · rittlings
Ritt m. ‘das Reiten, Ausflug zu Pferde’ (16. Jh.; vgl. anders gebildetes rytte, 15. Jh.), auch ‘Reiterei, Reiterschar’ (17. Jh.), mhd. mnd. rit ‘Ritt, Kriegszug zu Pferde’; vgl. auch mnd. rēt n. ‘Ritt, (Feld)zug von Reisigen, Reiterschar’. Ablautende Nomina actionis zu ↗reiten (s. d.). Rittmeister m. ‘Hauptmann der Kavallerie’ (Mitte 16. Jh.), zuvor (in Anlehnung an mnd. rēt?) Retmeister (Mitte 15. Jh.); eigentlich ‘Befehlshaber einer Reiterschar’ (s. oben). rittlings Adv. ‘im Reitersitz’ (17. Jh.); s. ↗-lings.

Thesaurus

Synonymgruppe
Ausritt · Ritt

Typische Verbindungen zu ›Ritt‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ritt‹.

Verwendungsbeispiele für ›Ritt‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Schon während ihres Rittes sang sie fröhlich vor sich hin.
Die Welt, 19.07.2004
Auf unseren Ritt am nächsten Morgen kann Clark allerdings nicht mitkommen.
Der Tagesspiegel, 08.01.1999
Er kam die sechs Stunden des Rittes nicht zur Ruhe.
Grimm, Hans: Volk ohne Raum, München: Langen 1932 [1926], S. 868
Fast mein ganzer Stab begleitete mich auf diesem traurigen Ritt.
Liliencron, Adda Freifrau von: Krieg und Frieden, Erinnerungen aus dem Leben einer Offiziersfrau. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 45222
Es war ein mühsamer Ritt durch den Rest der Nacht.
Frenssen, Gustav: Peter Moors Fahrt nach Südwest, Berlin: Grote 1920 [1906], S. 177
Zitationshilfe
„Ritt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ritt>, abgerufen am 19.01.2021.

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