Rivalität, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungRi-va-li-tät
Grundformrivalisieren
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

bildungssprachlich Kampf um den Vorrang
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rivale · rivalisieren · Rivalität
Rivale m. ‘Nebenbuhler, Mitbewerber, Gegenspieler’ (zunächst in der Liebe), Entlehnung (17. Jh.) von gleichbed. mfrz. frz. rival, das seinerseits zurückgeht auf lat. rīvālis ‘Nebenbuhler’, eigentlich ‘Mitberechtigter an einer Wasserrinne, Kanalnachbar’ (der mit einem anderen das Anrecht an einem Wasserlauf teilt), Substantivierung von lat. rīvālis ‘zum Bach, zum Wasserlauf gehörig’; zu lat. rīvus ‘Bach, Wassergraben, Kanal’. Im Dt. zunächst Rival (Sing.) bzw. Rival(e), Rivals (Plur.), erst seit dem 19. Jh. Rivale (wohl aus dem Plur.). rivalisieren Vb. ‘sich mitbewerben, wetteifern, konkurrieren’ (2. Hälfte 18. Jh.), frz. rivaliser. Rivalität f. ‘Nebenbuhlerschaft, Konkurrenz’ (Ende 18. Jh.), latinisierend nach frz. rivalité, vgl. lat. rīvālitās (Genitiv rīvālitātis).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gerangel · ↗Konkurrenz · Rivalität · ↗Wetteifer · ↗Wettstreit  ●  Rangeleien  fig.
Synonymgruppe
Konkurrenz · ↗Mitbewerb · Rivalität · ↗Wettbewerb · ↗Wettstreit  ●  ↗Bewerb  österr. · Kontrarität  geh., veraltend
Assoziationen
  • Coopetition · Kooperationswettbewerb · Koopkurrenz
  • deutscher Dualismus · preußisch-österreichischer Dualismus

Typische Verbindungen
computergeneriert

Animosität Eifersucht Eifersüchtelei Eitelkeit Feindschaft Großmacht Intrige Mißgunst Neid Reiberei Richtungskampf Streitigkeit Supermacht ausgetragen austragen deutsch-französisch erbittert ethnisch geopolitisch innerparteilich intern jahrhundertealt latent machtpolitisch nachbarschaftlich persönlich schüren sowjetisch-amerikanisch sportlich traditionell

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rivalität‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine ganz ähnliche Rivalität entwickelt sich in den Städten selbst.
Die Welt, 26.07.2004
Auch ein Jahr später gab es keine echte sportliche Rivalität.
Der Tagesspiegel, 22.02.2001
Als er eine von ihnen zu bevorzugen scheint, kommt es zu den typischen Rivalitäten.
Fath, Rolf: Werke - C. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 372
Da kann Rivalität entstehen, die ein Leben lang anhält und Schaden anrichtet.
Wölfl, Norbert: Die wiedergefundene Zärtlichkeit, Genf u. a.: Ariston 1995 [1983], S. 217
In der Mitte des Jahrhunderts spitzt sich ihre Rivalität zu.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 131
Zitationshilfe
„Rivalität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rivalität>, abgerufen am 20.04.2019.

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