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Robe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Robe · Nominativ Plural: Roben
Aussprache 
Worttrennung Ro-be (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Robe‹ als Letztglied: Abendrobe · Amtsrobe · Ballrobe · Richterrobe · Samtrobe · Seidenrobe · Spitzenrobe
Herkunft aus gleichbedeutend robefrz
eWDG

Bedeutungen

1.
Amtstracht des Richters, Anwalts
2.
gehoben Gesellschaftskleid, Abendkleid
Beispiele:
eine kostbare, große Robe
in feierlicher Robe erscheinen
sie trug eine festliche Robe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Robe f. ‘langes Frauenoberkleid (mit Schleppe), festliche, feierliche Kleidung’ (Ende 16. Jh.), ‘Amtstracht, Talar’ (18. Jh.), Übernahme von gleichbed. frz. robe, afrz. ‘Raub, Beute, die (zunächst erbeutete, dann überhaupt vorhandene) bewegliche, bei und an sich getragene Habe, Rock, Gewand’, das selbst aus dem Germ. entlehnt ist. Die afrz. Form läßt ein germ. Femininum erwarten, das allerdings nicht sicher belegt ist. Die in Frage kommenden Stellen der althochdeutschen Glossen und des Hildebrandsliedes können auch als Nominativ bzw. Akkusativ Plur. des unter Raub (s. d.) genannten Maskulinums aufgefaßt werden. Möglicherweise sind die flektierten Formen des Maskulinums erst im roman. und zum Teil auch im mlat. Sprachgebrauch als Feminina angesehen worden (vgl. eindeutig feminines mlat. rauba, raupa ‘gewaltsame Wegnahme, geraubtes Gut’ in mlat. Rechtstexten, z. B. der Lex Alamannorum, dann ‘Kleidung, Gewand’).

Typische Verbindungen zu ›Robe‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Robe‹.

Verwendungsbeispiele für ›Robe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bislang sind vor allem drei Namen als Designer der Robe im Spiel gewesen. [Die Zeit, 18.04.2011 (online)]
Entstanden ist der Trend aus der türkischen Tradition, Hochzeiten als riesige kostspielige Feste auszurichten, mit entsprechend aufwendigen Roben. [Die Zeit, 09.11.2009, Nr. 45]
Unklar ist auch, wer die Männer in den roten Roben tatsächlich sind. [Die Zeit, 27.09.2007 (online)]
Manchmal dürfen wir auch das elektrisierende Rascheln schöner Roben hören. [Die Zeit, 11.12.1987, Nr. 51]
Der Mann, der diese Worte sprach, trug eine rote Robe. [Die Zeit, 19.07.1968, Nr. 29]
Zitationshilfe
„Robe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Robe>.

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