Robe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Robe · Nominativ Plural: Roben
Aussprache
WorttrennungRo-be (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Robe‹ als Letztglied: ↗Abendrobe · ↗Amtsrobe · ↗Ballrobe · ↗Richterrobe · ↗Samtrobe · ↗Seidenrobe · ↗Spitzenrobe
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Amtstracht des Richters, Anwalts
2.
gehoben Gesellschaftskleid, Abendkleid
Beispiele:
eine kostbare, große Robe
in feierlicher Robe erscheinen
sie trug eine festliche Robe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Robe f. ‘langes Frauenoberkleid (mit Schleppe), festliche, feierliche Kleidung’ (Ende 16. Jh.), ‘Amtstracht, Talar’ (18. Jh.), Übernahme von gleichbed. frz. robe, afrz. ‘Raub, Beute, die (zunächst erbeutete, dann überhaupt vorhandene) bewegliche, bei und an sich getragene Habe, Rock, Gewand’, das selbst aus dem Germ. entlehnt ist. Die afrz. Form läßt ein germ. Femininum erwarten, das allerdings nicht sicher belegt ist. Die in Frage kommenden Stellen der althochdeutschen Glossen und des Hildebrandsliedes können auch als Nominativ bzw. Akkusativ Plur. des unter ↗Raub (s. d.) genannten Maskulinums aufgefaßt werden. Möglicherweise sind die flektierten Formen des Maskulinums erst im roman. und zum Teil auch im mlat. Sprachgebrauch als Feminina angesehen worden (vgl. eindeutig feminines mlat. rauba, raupa ‘gewaltsame Wegnahme, geraubtes Gut’ in mlat. Rechtstexten, z. B. der Lex Alamannorum, dann ‘Kleidung, Gewand’).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Barett Frack Perücke Samt Schleppe Seide Smoking Turban ausladend bestickt bodenlang dunkelrot elegant festlich glamourös glitzernd hochgeschlossen kostbar raschelnd rauschend rot safranfarben safrangelb schneidern schulterfrei schwarz seiden wallend wehend weinrot

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Robe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bislang sind vor allem drei Namen als Designer der Robe im Spiel gewesen.
Die Zeit, 18.04.2011 (online)
Und die fünf Herren in den roten Roben hören zu.
Die Welt, 24.06.2004
Hinter dem Schreibtisch saß ein kleiner Mann in einer weiten Robe.
Jens, Walter: Nein, München: Piper 1968 [1950], S. 257
Denn mir scheint das Pantherfell weit weniger folgenreich, seit einer gewissen Nacht, als die züchtige Robe.
Niebelschütz, Wolf von: Der blaue Kammerherr, Stuttgart u. a.: Dt. Bücherbund [1991] [1949], S. 749
Zwei Rechtsanwälte in Roben, die Schriftsätze austauschten, fuhren erschrocken herum.
Degenhardt, Franz Josef: Die Abholzung, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1985], S. 235
Zitationshilfe
„Robe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Robe>, abgerufen am 20.07.2019.

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