Rock, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Rock(e)s · Nominativ Plural: Röcke
Aussprache  [ʀɔk]
eWDG

Bedeutungen

1.
Oberbekleidungsstück für weibliche Personen, das von der Gürtellinie bis an oder über die Knie reicht
Beispiele:
ein kurzer, kniefreier, langer, enger, schmaler, weiter, plissierter, heller, schwarzer, karierter, bunter, strapazierfähiger, praktischer, bügelfreier, schicker Rock
einen modischen, sportlichen Rock tragen
umgangssprachlicheinen modischen, sportlichen Rock anhaben
den Rock anziehen, ausziehen, raffen, zurechtziehen
einen Rock zuschneiden, nähen, bügeln
ein Rock aus Wolle, Seide, synthetischem Material
sie trug einen Rock mit passender Weste
der Rock sitzt schlecht, passt (nicht)
sie ließ sich [Dativ] ein Kostüm mit zwei Röcken anfertigen
die Kinder hängten sich an Mutters Rock
das kleine Mädchen zieht gern sein rotes Röckchen an
2.
Oberbekleidungsstück für Männer, das bis zur oder über die Hüfte reicht, Jacke
Beispiele:
ein langer, kurzer, weiter, zu enger, grüner, dunkler, feiner, warmer, wollener Rock
ein abgeschabter, zerschlissener Rock
ein Rock aus grobem Tuch
die Aufschläge, Schöße eines Rocks
seinen Rock, sich [Dativ] den Rock anziehen, ausziehen, aufknöpfen
den Rock zugeknöpft, offen tragen
den Rock über, um die Schultern, über die Stuhllehne, in den Schrank hängen
der grüne Rock (= Anzug) des Försters
historischdes Königs Rock tragen (= im Königreich Soldat sein)
historischder Leutnant musste seinen Rock ausziehen (= mußte aus dem Militärdienst ausscheiden)
3.
schweizerisch Kleid
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rock1 m. ‘von der Hüfte abwärts reichendes Oberbekleidungsstück’ (für Frauen), ‘mantelartiges Obergewand, Jacke’ (für Männer), ahd. roc ‘Obergewand, Kittel, Hemd’ (9. Jh.), mhd. roc, rok, mnd. rok, mnl. roc, nl. rok, afries. rokk, aengl. rocc (daraus oder aus dem Mnd. anord. rokkr, schwed. rock), germ. *rukka-. Daneben stehen mit unerklärtem (aus Vermischung entstandenem?), doch früh entfallendem h ahd. hroc (9. Jh., bair.), asächs. hroc, afries. hrokk und ein aus mlat. hrocci (Plur.) zu erschließendes anfrk. *hrokk (woraus afrz. froc ‘Mönchskutte’). Herkunft ungeklärt. Vielleicht ist air. rucht (aus *ruktu-) ‘Tunika, wollenes Unterkleid der Männer’, mkymr. rhuch(en) (aus *roukkā) ‘Mantel’ vergleichbar, so daß ein allerdings nur aus dem Germ. und Kelt. zu erschließender Ansatz ie. *ruk(k)-, *rouk(k)- denkbar ist. S. auch Frack.

Typische Verbindungen zu ›Rock‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rock‹.

Verwendungsbeispiele für ›Rock‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man springt hinein in den bunten Rock wie in ein erfrischendes Bad. [Brief von Sophus Lange vom 18.08.1914. In: Witkop, Philipp (Hg.), Kriegsbriefe gefallener Studenten, München: Müller 1928 [1914], S. 195]
Er sehe mich in meinem verführerisch schwingenden Rock direkt vor sich. [Noll, Ingrid: Ladylike, Zürich: Diogenes 2006, S. 106]
Mein Vater vertauschte noch an demselben Tage die geliebte Uniform mit dem schwarzen Rock. [Braun, Lily: Memoiren einer Sozialistin. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 5160]
Ich habe meinen Rock ausgezogen, wie soll ich ihn wieder anziehen? [Die Zeit, 09.03.2000, Nr. 11]
Ihren Rock, den sie noch in der Hand hielt, ließ sie fallen. [Die Zeit, 29.04.1999, Nr. 18]
Zitationshilfe
„Rock“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rock#1>.

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Rock, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Rock(s) · wird nur im Singular verwendet
Aussprache  [ʀɔk]
GrundformRock and Roll
Wortbildung  mit ›Rock‹ als Erstglied: Rockband1 · Rockfan · Rockfestival · Rockgruppe · Rockjazz · Rockkonzert · Rockmusik · Rockmusiker · Rockröhre · Rockstar · Rockszene · Rocksänger · Rocksängerin · rockig
 ·  mit ›Rock‹ als Letztglied: Deutschrock · Funkrock · Hard Rock · Hardrock · Heavy Rock · Heavyrock · Jazzrock · Krautrock · Kuschelrock · Latin Rock · Latinrock · Punkrock · Schottenrock2 · Soft Rock · Softrock
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rock and Roll · rocken
Rock and Roll, verkürzend Rock ’n’ Roll, abgekürzt Rock2, aus den USA stammender, den Rhythmus betonender, stark synkopierter Musizierstil und Modetanz, Übernahme (50er Jahre 20. Jh.) von amerik.-engl. rock and roll, rock ’n’ roll, rock; vgl. engl. to rock ‘wiegen, schaukeln, schwanken, wanken’ (s. rücken) und to roll ‘rollen, wälzen’ (gleicher Herkunft wie rollen, s. d.). rocken Vb. ‘Rock and Roll spielen, tanzen’ (2. Hälfte 20. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Rock‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rock‹.

Verwendungsbeispiele für ›Rock‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man springt hinein in den bunten Rock wie in ein erfrischendes Bad. [Brief von Sophus Lange vom 18.08.1914. In: Witkop, Philipp (Hg.), Kriegsbriefe gefallener Studenten, München: Müller 1928 [1914], S. 195]
Er sehe mich in meinem verführerisch schwingenden Rock direkt vor sich. [Noll, Ingrid: Ladylike, Zürich: Diogenes 2006, S. 106]
Mein Vater vertauschte noch an demselben Tage die geliebte Uniform mit dem schwarzen Rock. [Braun, Lily: Memoiren einer Sozialistin. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 5160]
Ich habe meinen Rock ausgezogen, wie soll ich ihn wieder anziehen? [Die Zeit, 09.03.2000, Nr. 11]
Ihren Rock, den sie noch in der Hand hielt, ließ sie fallen. [Die Zeit, 29.04.1999, Nr. 18]
Zitationshilfe
„Rock“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rock#2>.

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