Roggen, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Roggens · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Rog-gen (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Roggen‹ als Erstglied: ↗Roggenbrot · ↗Roggenbrötchen · ↗Roggenernte · ↗Roggenfeld · ↗Roggenhalm · ↗Roggenkaffee · ↗Roggenkorn · ↗Roggenmehl · ↗Roggenschlag · ↗Roggenschrot · ↗Roggenähre
 ·  mit ›Roggen‹ als Letztglied: ↗Futterroggen · ↗Sommerroggen · ↗Winterroggen
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Getreidepflanze mit langem Halm und mit Grannen, aus deren Körnern besonders das Mehl für Schwarzbrot gewonnen wird
Beispiele:
der Roggen steht gut, ist reif
der gelbe Roggen neigt sich im Wind
Roggen säen, mähen, dreschen, ernten
2.
Frucht von 1
Beispiel:
den Roggen mahlen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Roggen m. ‘Brotgetreidepflanze, Korn’. Der n-Stamm ahd. roggo (10. Jh.), mhd. rocke, rogge, asächs. roggo, rokko, mnd. rogge, mnl. rogghe, nl. rogge, afries. rogga (germ. *ruggan-) sowie der i-Stamm aengl. ryge, engl. rye, anord. rugr, schwed. råg (germ. *rugi-) werden zu der baltoslaw. Gruppe lit. rugỹs, lett. rudzi Plur. ‘Roggen’, aruss. rъžь (aus *rugi), russ. rož’ (рожь) ‘Roggen’ gestellt. Zieht man noch thrak. bríza (βρίζα, aus *u̯rughi̯ā) ‘Emmerkorn, Roggen’ heran, so ist ein Ansatz ie. *u̯rughi̯o- ‘Roggen’ möglich. Oder handelt es sich um ein Wanderwort aus der sarmatischen oder kaspischen Ebene, das mit der Pflanze aus dem Thrak. über das Balt. ins Germ. gelangte? Schreibung mit ck hält sich neben der mit gg bis ins 19. Jh.

Typische Verbindungen zu ›Roggen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Roggen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Roggen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der längst reife Roggen steht fast noch komplett auf den Feldern.
Die Welt, 16.08.2001
Schon Ende 2007 soll das Gas dort aus Mais und Roggen produziert werden.
Bild, 19.01.2006
Sie ist gegen lockeren Boden, genau so wie der Roggen, sehr empfindlich.
Maier-Bode, Friedrich Wilhelm (Hg.), Das Buch des Bauern, Hiltrup (Westf.): Landwirtschaftsverl. 1954 [1953], S. 48
In Mitteleuropa kennt man den Roggen wohl erst aus frühgeschichtlichen Zeiten.
Bommer, Sigwald u. Lotzin-Bommer, Lisa: Getreidegerichte aus vollem Korn - gesund, kräftig, billig!, Krailing bei München: Müller 1957 [1941], S. 12
Das Einschmieren des Roggens auf bindigem Boden ist immer nachteilig.
Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 184
Zitationshilfe
„Roggen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Roggen>, abgerufen am 08.08.2020.

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