Rollo, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Rollos · Nominativ Plural: Rollos
Nebenform Rouleau · Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Rouleaus · Nominativ Plural: Rouleaus
Aussprache
WorttrennungRol-lo ● Rou-leau
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Rollo‹ als Letztglied: ↗Schnapprollo · ↗Schnapprouleau · ↗Sonnenrollo · ↗Springrollo · ↗Springrouleau
eWDG, 1974

Bedeutung

aufrollbarer Vorhang aus festem Material
Beispiele:
das Rollo hochziehen
die Rollos an den Fenstern waren heruntergelassen
das Sonnenlicht drang durch das gestreifte Rollo ins Zimmer
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rouleau · Rollo
Rouleau n. bis Anfang 20. Jh. mit frz. Plur. Rouleaux, seit Anfang 20. Jh. verbreitet in der Schreibung Rollo (entsprechend der schon im 19. Jh. üblichen dt. Aussprache, unter dem Einfluß von ↗rollen, s. d.) bis Anfang 20. Jh. mit frz. ‘Rolle, Walze’, zunächst (Ende 18. Jh.) zur Bezeichnung zylinderförmiger Gegenstände unterschiedlicher Art, dann (Ende 18. Jh.) in der dem Frz. fehlenden speziellen Bedeutung ‘aufrollbarer Fenstervorhang aus relativ festem Material’, Entlehnung von frz. rouleau ‘aufgerollter Papier-, Stoffstreifen, Rolle, Walze’, das sowohl afrz. rol(l)el ‘aufgerollter Streifen, Manuskriptrolle’, eine Ableitung von afrz. rol(l)e, frz. rôle ‘(Papier)rolle’ (s. ↗Roulade), wie ein zu frz. rouelle (s. ↗Roulett) gehörendes mfrz. rouliau, rouleau ‘Mühlenwelle, Walze’ fortsetzt.

Thesaurus

Synonymgruppe
(Außen-)Jalousie · ↗Rollladen · Rollo  ●  Rollbalken  österr. · ↗Store  schweiz.
Unterbegriffe
  • Aufbaurollladen · Aufsatzrollladen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fenster Gardine Jalousie Lamelle Markise Vorhang anbringen defekt elektrisch geschlossen herablassen heruntergelassen herunterlassen herunterziehen hochziehen runtergehen runterlassen schwarz schützen serienmäßig zugezogen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rollo‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bisher sei nur einmal eine Pfanne zerkratzt worden und ein Rollo kaputtgegangen, erzählt er.
Die Zeit, 19.12.2011, Nr. 51
Jetzt lässt sie auch am hellichten Tag die Rollos herunter.
Die Welt, 23.12.2000
So hatte er auch das Rollo nicht mehr heruntergezogen und nicht mehr geschlafen, bis gegen sechs Uhr früh in Posen.
Kuckart, Judith: Lenas Liebe, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2002, S. 228
Rollo, dreizehn Jahre alt, war blind, hörte kaum noch, fraß nichts mehr und hatte begonnen zu hinken.
Degenhardt, Franz Josef: Für ewig und drei Tage, Berlin: Aufbau-Verl. 1999, S. 16
Ich wollte nur das Rollo mit dem geklebten Bild in Sicherheit bringen, und ich lief am Mühlenteich vorbei, den befestigten Weg hinauf.
Lenz, Siegfried: Deutschstunde, Hamburg: Hoffmann u. Campe 1997 [1968], S. 199
Zitationshilfe
„Rollo“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rollo>, abgerufen am 15.10.2019.

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