Rosenmontag, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungRo-sen-mon-tag (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Rosenmontag‹ als Erstglied: ↗Rosenmontagszug
eWDG, 1974

Bedeutung

Montag vor Fastnacht
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rosenmontag m. Tag vor Fastnacht, Tag des Straßenkarnevals (19. Jh.). Über die Entstehung des Kompositums bestehen keine gesicherten Erkenntnisse. Eine lautliche Erklärung versucht ¹DWB 8, 1212, verweist auf älteres der raesende, rasende Montag (18. Jh.), geht also vom Verb ↗rasen (s. d.) aus; die literatursprachliche Lautgebung mit -o- folge der mundartlichen Aussprache, vgl. rhein. rose(n) ‘toben, tollen’. Neuerdings wird dagegen an den Rosensonntag (im Kirchenjahr der Sonntag Laetare, vier Wochen nach Karneval) angeknüpft, an dem der Papst eine geweihte goldene Rose einer bedeutenden Person überreicht (seit dem 11. Jh.). Das seit 1824 am Tage danach zusammentretende „Festordnende Comitee“ nannte sich Rosenmontagsgesellschaft, und die Bezeichnung Rosenmontag sei von daher (um 1830) auf den Tag der Festumzüge übertragen worden.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aschermittwoch Faschingsdienstag Feiertag Höhepunkt Karneval Nacht Narr Störfall Umzug Weiberfastnacht feiern gebären gestrig heutig ruhig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rosenmontag‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vielleicht aber auch ganz gut so - zum Rosenmontag muss ich schließlich wieder fit sein.
Bild, 11.02.2002
Das hat vielleicht mit Rosenmontag zu tun, das hat aber ziemlich sicher mit Ringen zu tun.
Der Tagesspiegel, 03.03.2001
Aber bald steht uns ja schon wieder ein blauer Rosenmontag ins Haus.
Süddeutsche Zeitung, 11.01.1999
Am Vormittag vom Rosenmontag hatte Franz Kapferer zufällig nichts zu tun.
Völkischer Beobachter (Berliner Ausgabe), 07.03.1940
Es war am Rosenmontag, da ich mich entschloß, mitzufeiern, kostümiert hinzugehen und einen kostümierten Oskar in die Menge zu mischen.
Grass, Günter: Die Blechtrommel, Darmstadt: Luchterhand 1959, S. 953
Zitationshilfe
„Rosenmontag“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rosenmontag>, abgerufen am 07.12.2019.

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