Rosine, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Rosine · Nominativ Plural: Rosinen
Aussprache
WorttrennungRo-si-ne (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch → Niederländisch
Wortbildung mit ›Rosine‹ als Erstglied: ↗Rosenbrötchen · ↗Rosinenbomber · ↗Rosinenbrot · ↗Rosinenbrötchen · ↗Rosinenkuchen · ↗Rosinenpicken · ↗Rosinenpicker · ↗Rosinenpickerei · ↗Rosinenstolle · ↗Rosinenstollen
eWDG, 1974

Bedeutung

getrocknete Weinbeere
Beispiel:
ein Kuchen mit vielen Rosinen
übertragen
Beispiele:
salopp, spöttisch(große) Rosinen im Kopf haben (= hochfliegende Pläne haben)
umgangssprachlich(sich) [Dativ] die Rosinen aus dem Kuchen picken, klauben (= sich das Beste von einer Sache nehmen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rosine f. ‘getrocknete Weinbeere’ (s. auch ↗Korinthe, ↗Sultanine), mhd. rosīn, mnd. rosīn(e) ist, wohl über mnl. rosīne (nl. rozijn), entlehnt aus apikard. roisin ‘Weinbeere’ (vgl. gleichbed. afrz. frz. raisin und raisin sec ‘Rosine’), das auf spätlat. racīmus ‘Weinbeere, Traube’, lat. racēmus ‘Kamm der Traube, Traube’ zurückgeht, vielleicht ein vorie. Mittelmeerwort. Dazu die verbreitete Wendung große Rosinen im Kopf haben (‘hochfliegende, unrealisierbare Pläne haben’, 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Rosine · ↗Sultanine · ↗Zibebe · getrocknete Weinbeere

Typische Verbindungen zu ›Rosine‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aprikose Dattel Erdnuss Feige Hackfleisch Haferflocke Haselnuß Hefeteig Honig Koriander Kuchen Mandel Müsli Nuß Olive Orangeat Pinienkern Pistazie Pudding Reis Rum Trockenfrucht Walnuß Zimt Zitronat Zwiebel eingeweicht einweichen herauspicken picken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rosine‹.

Verwendungsbeispiele für ›Rosine‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die sensiblen Leser werden die Rosinen auch in diesem Kuchen entdecken.
Der Tagesspiegel, 06.10.2004
Einmal jährlich verleiht er an herausragende Journalisten die Goldene Rosine.
Die Welt, 01.07.1999
Ich bekam einen unangenehmen Geschmack in den Mund wie von Rosinen.
Hartung, Hugo: Ich denke oft an Piroschka, Frankfurt a. M.: Büchergilde Gutenberg 1980 [1954], S. 0
Dieser Mann hatte, wie man sich vulgär auszudrücken pflegt, große Rosinen im Kopf.
May, Karl: Winnetou IV, Berlin: Neues Leben 1993 [1910], S. 159
Ich soll »die Rosinen in den Kuchen tun«, sagt Walzel.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1922. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1922], S. 72
Zitationshilfe
„Rosine“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rosine>, abgerufen am 24.01.2020.

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