Rosmarin, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Rosmarins · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungRos-ma-rin (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutung

immergrüner lippenblütiger Strauch des Mittelmeergebietes, aus dessen Blättern ein angenehm duftendes Öl für die kosmetische Industrie gewonnen wird
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rosmarin m. aromatisch duftender immergrüner Strauch, verwendet als Heil- und Küchenkraut und zur Herstellung kosmetischen Öles, entlehnt (roßmarin, rosenmaryn, 15. Jh.) aus lat. rōs marīnus, rōsmarīnus, rōs maris ‘Meertau’, zu lat. rōs ‘Tau’, lat. marīnus ‘zum Meer gehörig’, lat. mare (Genitiv maris) ‘Meer’. Das Benennungsmotiv ist unbekannt. Die Erklärung des Namens, die Pflanze (an den Küsten des Mittelmeeres heimisch) gedeihe besonders durch Einwirkung von Meerestau, dürfte als nachträgliche Interpretation aufzufassen sein. Daher sehen andere in dem lat. Namen eine Umdeutung der Fügung griech. rhṓps mýrinos (ῥώψ μύρινος) ‘wohlriechender Strauch’, die freilich nicht als korrektes Griech. gelten kann. Ist dabei eher an griech. mýrrhinos (μύῤῥινος) ‘von, nach Myrte, der Myrte ähnlich’ gedacht? Vgl. Marzell 3, 1442.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Basilikum Duft Knoblauch Lavendel Minze Myrte Olivenöl Oregano Petersilie Pfeffer Salbei Salz Thymian duften frisch gehackt riechen schmecken wild würzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rosmarin‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In ihr nimmt der Rosmarin sehr wohl einen beachtlichen Platz ein.
Die Zeit, 02.03.2006, Nr. 10
Da kann das zu lange gebratene Lamm (31 Mark) mit holzigem Rosmarin nicht mithalten.
Süddeutsche Zeitung, 11.12.2000
Es roch nach Salbei und Thymian, nach Rosmarin und Lavendel.
Held, Kurt: Die rote Zora und ihre Bande, Aarau: Sauerländer 1989 [1941], S. 368
Auf die Nieren wirkt Rosmarin harntreibend, besonders bei begleitenden Zirkulationsstörungen mit Herzschwäche.
Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 289
Rosmarin, Petersilie und Schnittlauch wuchsen neben knallrotem Klatschmohn und wilden Rosen.
Moers, Walter: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 210
Zitationshilfe
„Rosmarin“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rosmarin>, abgerufen am 17.06.2019.

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