Rotbannerorden, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Rotbannerordens · Nominativ Plural: Rotbannerorden
Aussprache [ˈʀoːtbanɐˌʔɔʁdn̩]
Worttrennung Rot-ban-ner-or-den
Wortzerlegung  rot Banner Orden1
Herkunft Lehnübersetzung von Orden Krasnowo Znameniruss (Орден Красного Знамени) ‘Orden des Roten Banners’
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

historisch ursprünglich militärischer Verdienstorden der Sowjetunion, der für besondere Tapferkeit, später auch für lange treue Dienste oder sonstige Verdienste an Personen, Organisationen, Städte o. Ä. verliehen wurde
Beispiele:
In Würdigung seiner hervorragenden Verdienste im Großen Vaterländischen Kriege wurde N. A. Bulganin mit dem Leninorden, dem Rotbannerorden und weiteren hohen militärischen und anderen Orden und Medaillen ausgezeichnet. [Neues Deutschland, 11.06.1955]
1972 erhielt [die russische Stadt] Petropawlowsk den Rotbannerorden für eine erfolgreiche Wirtschafts‑ und Kulturentwicklung. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.09.1999]
Der 1918 gestiftete Rotbannerorden kostet 3.000 Mark und mehr, der Leninorden von 1930 ist schon ab 1.150 Mark erhältlich, die »Heldenmutter« von 1944 kostet 400 Mark. [Berliner Zeitung, 26.08.1995]
Als erster Deutscher erhielt Max Hoelz den sowjetischen Rotbannerorden. [Berliner Zeitung, 14.10.1989]
119 sowjetische Filmschaffende erhielten den Rotbannerorden, weiteren 1.212 Filmschaffenden wurden Medaillen für besondere künstlerische und technische Leistungen verliehen. [Neues Deutschland, 08.03.1950]
Die erste sowjetische Auszeichnung war der Rotbannerorden. [Lenin-Orden. In: Aktuelles Lexikon 1974–2000. München: DIZ 2000 [1984]]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Rotbannerorden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rotbannerorden>, abgerufen am 20.10.2021.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
rotbäckig
Rotavirus
rotäugig
Rotauge
Rotatorenmanschette
Rotbarsch
Rotbarschfilet
Rotbart
rotbärtig
rotbebändert