Rotkehlchen, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Rotkehlchens · Nominativ Plural: Rotkehlchen
Worttrennung Rot-kehl-chen
formal verwandt mit Kehle
eWDG

Bedeutung

kleiner Sperlingsvogel mit rötlich gefärbter Kehle und Brust
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

rot · Röte · Rötel · Röteln · röten · erröten · rötlich · Rotauge · Rotkehlchen · Rotwild
rot Adj. Die Farbbezeichnung ahd. rōt (8. Jh.), mhd. rōt, auch ‘falsch, listig’, asächs. rōd, mnd. rōt, mnl. root, nl. rood, afries. rād, aengl. rēad, engl. red, anord. rauðr, schwed. röd, got. rauþs (germ. *rauda-), daneben (ablautend) aengl. rēod ‘rötlich’ (germ. *reuda-) führt wie ↗Rost2 (s. d.) mit aind. rudhiráḥ ‘rot, blutig’, rúdhiram ‘Blut’, griech. erythrós (ἐρυθρός) ‘rot’, lat. ruber ‘rot’ (s. ↗Rubin, ↗Rubrik), air. rūad ‘rot’, lit. raũdas ‘rotbraun, fuchsrot, rötlich’, aslaw. ruda ‘Erz, Bergwerk’, aruss. rudъ, russ. (landschaftlich) rudój (рудой), rúdyj (рудый) ‘blutrot’ auf eine Wurzel ie. *reudh-, *roudh-, *rudh- ‘rot’. Es handelt sich wohl um die älteste und zugleich in den ie. Sprachen am weitesten verbreitete Farbbezeichnung. Röte f. ‘das Rotsein, rote Färbung’, ahd. rōtī (um 1000), mhd. rœte. Rötel m. Mischung von Ton, Kreide und Eisenoxid, Rötelstein, roter Farbstoff, rœtel(stein) (14. Jh.). Röteln Plur. Kinderkrankheit, bei der sich rote Flecken auf der Haut bilden (2. Hälfte 16. Jh.), älter Rötel Plur. (Mitte 16. Jh.). röten Vb. ahd. rōtēn ‘rot werden, rötlich schimmern’ (8. Jh.), rōten ‘rot machen’ (9. Jh.), mhd. rōten ‘rot sein oder werden’, rœten ‘rot machen’, reflexiv ‘erröten, sich schämen’. erröten Vb. ‘rot werden’, ahd. irrōtēn (10. Jh.), mhd. errōten (auch ‘rot machen’). rötlich Adj. ‘ins Rote spielend, leicht rot’ (15. Jh.), vgl. mhd. rœteleht und rœtec. Rotauge n. ‘Plötze’, ahd. rōtouga (Hs. 13. Jh.), spätmhd. rōtouge, benannt nach einem roten Ring um die Augen. Rotkehlchen n. kleiner Singvogel mit rotgefiederter Kehle und Brust (Anfang 16. Jh.); vgl. ahd. rōtila, rōtilo (Hs. 12. Jh.), frühnhd. rötel (15. Jh.). Rotwild n. Sammelbezeichnung für Edelhirsche (mit im Sommer rötlichbraunem Fell), mhd. rōtwilt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Rotkehlchen  ●  Lusciola rubecula  fachspr., lat.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Rotkehlchen‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rotkehlchen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Rotkehlchen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und plötzlich ist es doch da, das Rotkehlchen, fliegt vor ihm her und verschwindet zwischen den dichten Bäumen.
Die Welt, 25.04.2000
Neben dem optischen Reiz sprechen die Rotkehlchen aber noch auf akustische Signale an.
Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 895
Das Rotkehlchen assoziiert sehr schnell und vielseitig und zeigt sich Herr in jeder Lage.
Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 237
Sie machen sich nichts draus, schon um drei Uhr morgens von Rotkehlchen geweckt zu werden.
Der Tagesspiegel, 11.05.2001
Er sperrte ein männliches Rotkehlchen in seinem eigenen Territorium in einen Käfig.
Buddenbrock, Wolfgang von: Das Liebesleben der Tiere, Bonn: Athenäum 1953, S. 119
Zitationshilfe
„Rotkehlchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rotkehlchen>, abgerufen am 21.01.2021.

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