Rotwild, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungRot-wild (computergeneriert)
WortzerlegungrotWild
eWDG, 1974

Bedeutung

siehe auch Rothirsch
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

rot · Röte · Rötel · Röteln · röten · erröten · rötlich · Rotauge · Rotkehlchen · Rotwild
rot Adj. Die Farbbezeichnung ahd. rōt (8. Jh.), mhd. rōt, auch ‘falsch, listig’, asächs. rōd, mnd. rōt, mnl. root, nl. rood, aengl. rēad, engl. red, anord. rauðr, schwed. röd, got. rauþs (germ. *rauda-), daneben (ablautend) aengl. rēod ‘rötlich’ (germ. *reuda-) führt wie ↗Rost (s. d.) mit aind. rudhiráḥ ‘rot, blutig’, rúdhiram ‘Blut’, griech. erythrós (ἐρυθρός) ‘rot’, lat. ruber ‘rot’ (s. ↗Rubin, ↗Rubrik), air. rūad ‘rot’, lit. raũdas ‘rotbraun, fuchsrot, rötlich’, aslaw. ruda ‘Erz, Bergwerk’, aruss. rudъ, russ. (landschaftlich) rudój (рудой), rúdyj (рудый) ‘blutrot’ auf eine Wurzel ie. *reudh-, *roudh-, *rudh- ‘rot’. Es handelt sich wohl um die älteste und zugleich in den ie. Sprachen am weitesten verbreitete Farbbezeichnung. Röte f. ‘das Rotsein, rote Färbung’, ahd. rōtī (um 1000), mhd. rœte. Rötel m. Mischung von Ton, Kreide und Eisenoxid, Rötelstein, roter Farbstoff, rœtel(stein) (14. Jh.). Röteln Plur. Kinderkrankheit, bei der sich rote Flecken auf der Haut bilden (2. Hälfte 16. Jh.), älter Rötel Plur. (Mitte 16. Jh.). röten Vb. ahd. rōtēn ‘rot werden, rötlich schimmern’ (8. Jh.), rōten ‘rot machen’ (9. Jh.), mhd. rōten ‘rot sein oder werden’, rœten ‘rot machen’, reflexiv ‘erröten, sich schämen’. erröten Vb. ‘rot werden’, ahd. irrōtēn (10. Jh.), mhd. errōten (auch ‘rot machen’). rötlich Adj. ‘ins Rote spielend, leicht rot’ (15. Jh.), vgl. mhd. rœteleht und rœtec. Rotauge n. ‘Plötze’, ahd. rōtouga (Hs. 13. Jh.), spätmhd. rōtouge, benannt nach einem roten Ring um die Augen. Rotkehlchen n. kleiner Singvogel mit rotgefiederter Kehle und Brust (Anfang 16. Jh.); vgl. ahd. rōtila, rōtilo (Hs. 12. Jh.), frühnhd. rötel (15. Jh.). Rotwild n. Sammelbezeichnung für Edelhirsche (mit im Sommer rötlichbraunem Fell), mhd. rōtwilt.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bestand Brunftzeit Bär Damwild Elch Fuchs Hase Jagd Lebensraum Muffelwild Mufflon Reh Rehwild Schwarzwild Steinbock Wald Wildschwein Wisent Wolf Ziege Zweikampf erlegen jagen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rotwild‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seelisch ferngerückt ist ihnen das überall zahlreiche Reh, nicht weniger das einheimische Rotwild.
Süddeutsche Zeitung, 24.12.2001
Ich verbringe die Zeit damit, einige Tiere Rotwild zu beobachten, die zwischen den Bäumen aufgetaucht sind.
C't, 1991, Nr. 8
Weil alles Rotwild auf die Gräte zutrieb, gab es schließlich kein Entrinnen mehr.
Schneider, Robert: Schlafes Bruder, Leipzig: Reclam 1992, S. 70
Ebenso wie das Rotwild verfahren alle Wiederkäuer und viele andere Säugetiere.
Lucanus, Friedrich von: Im Zauber des Tierlebens, Berlin: Wegweiser-Verl. 1926 [1926], S. 298
Ich saß sprachlos unter diesen reglosen Gesichtern von Rotwild, Steinböcken und Auerhähnen, in einem Urwald aus Totem.
Stadler, Arnold: Sehnsucht, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2002, S. 84
Zitationshilfe
„Rotwild“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rotwild>, abgerufen am 19.05.2019.

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