Rubrik, die
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Rubrik · Nominativ Plural: Rubriken
Aussprache
WorttrennungRu-brik · Rub-rik
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Rubrik‹ als Erstglied: ↗rubrizieren  ·  mit ›Rubrik‹ als Letztglied: ↗Handelsrubrik · ↗Lokalrubrik · ↗Sportrubrik · ↗Zeitungsrubrik
eWDG, 1974

Bedeutung

Spalte, in die (unter einer Überschrift) bestimmte Sachgruppen eingeordnet werden
Beispiele:
die verschiedenen Rubriken einer Tabelle
die Rubrik ›Eingänge‹ eines Geschäftsbuches
eine Rubrik anlegen
etw. in, unter einer Rubrik anführen, verzeichnen
Namen, Zahlen in eine Rubrik eintragen
Besprechungen neuer Bücher finden wir in, unter der Rubrik ›Rezensionen‹
Leserbriefe werden in der festen Rubrik ›Der Leser hat das Wort‹ abgedruckt
Als er aber die Rubriken [des Zeugnisses] durchflogen hatte [E. WeißVerschwender47]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rubrik · rubrizieren
Rubrik f. ‘Spalte, in die (unter einer Überschrift) bestimmte Sachgruppen eingeordnet werden, Abschnitt’, entlehnt (15. Jh.) aus lat. rubrīca ‘rote Farbe’, spätlat. ‘(mit roter Farbe geschriebener) Titel eines Gesetzes’, dann das ‘Gesetz’ selbst; eigentl. ‘rote Erde, Rötelstein’, substantiviert aus der Fügung rubrīca terra; zu lat. ruber (s. ↗rot, ↗Rubin). Im Dt. folgt das Substantiv zunächst lat. Verwendung ‘(zum Schreiben dienende) rote Farbe, Tinte, Rötelstift’, auch ‘rote Schrift’, bezeichnet dann (seit Anfang 16. Jh.) die in mittelalterlichen Handschriften und frühen Drucken auftretende ‘(durch rote Schrift hervorgehobene) Überschrift’, auch ‘(in Rot gehaltenes) Initial’ (eines Buches, Kapitels, Gesetzes, Paragraphen) und entwickelt von daher die heutige Bedeutung ‘unter einer Überschrift stehender Abschnitt, Spalte, Kolumne’. Übertragener Gebrauch begegnet vereinzelt seit der 2. Hälfte des 17. Jhs., häufiger im 20. Jh. im Sinne von ‘Kategorie, in die man jmdn., etw. gedanklich einordnet, Fach, Klasse, Abteilung’. rubrizieren Vb. ‘mit Überschriften, Initialen versehen’ (17. Jh.), ‘einordnen’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Bereich · ↗Feld · ↗Kategorie  ●  ↗Cluster  fachspr.
Unterbegriffe
  • Dialektbündel · Dialektcluster
Synonymgruppe
Art · ↗Gattung · ↗Genre · ↗Kategorie · ↗Klasse · ↗Sorte · ↗Typ  ●  ↗Couleur  geh., franz. · ↗Spezies  fachspr., lat. · ↗Taxon  fachspr., griechisch
Unterbegriffe
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fragebogen Gastwirte Kleinanzeigen Klick Kolumnen Leerzeichen Lokalteil Ziffer abgebucht abgehandelt angekreuzt anklickt aufgeführt aufgelistet beliebte eingeteilt eingetragen einzuordnen einzureihen firmiert gesonderten gliedert klicken sortiert ständige subsumiert untergliedert unterteilt wiederkehrende wöchentliche

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rubrik‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In jeder Ausgabe der "NY Times" findet sich eine Rubrik mit den Korrekturen früherer Fehler.
Die Welt, 22.10.2004
Wer sich informieren will, hat acht verschiedene Rubriken zur Auswahl.
Süddeutsche Zeitung, 26.05.2000
In die dafür vorbereitete Form ließen sich auch die Rubriken einfügen.
Schaal, Richard u. Luther, Wilhelm Martin: Notendruck. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1961], S. 33354
Es empfiehlt sich auch, eine Rubrik für einen eventuell erteilten Auftrag vorzusehen.
Galandauer, Karl J.: Der Offerten-Einlauf und seine Registratur. In: Ruben, Paul (Hg.) Die Reklame, Berlin: Paetel 1914, S. 169
Aus den fünf Rubriken wird je einem Hersteller der Preis zugesprochen.
o. A. [suk]: Emmy Award. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1985]
Zitationshilfe
„Rubrik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rubrik>, abgerufen am 20.11.2017.

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