Rummelplatz, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Rummelplatzes · Nominativ Plural: Rummelplätze
Aussprache
WorttrennungRum-mel-platz
WortzerlegungRummelPlatz
eWDG, 1974

Bedeutung

salopp Vergnügungspark
Beispiele:
ein ausgedehnter, lauter Rummelplatz
die Musik, Buden des Rummelplatzes
sich auf dem Rummelplatz vergnügen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rummel · rummeln · Rummelplatz
Rummel m. ‘Lärm, lärmende Betriebsamkeit, Gedränge, Jahrmarkt, Gerümpel, Plunder’ (um 1750), ‘Koitus’ (16. Jh.). Der eine ungestüme Bewegung, einen dumpfen Schall nachahmende (vgl. rumbum, rumbidibum) Ausdruck ist rückgebildet aus heute noch landschaftlich gebrauchtem rummeln Vb. ‘ein dumpfes, dröhnendes Geräusch verursachen, lärmen, poltern’, frühnhd. rumel(e)n, romeln ‘lärmen, poltern, sich ungestüm, geräuschvoll bewegen’ (15. Jh.); vgl. nl. rommelen ‘stöbern, kramen, grollen, rollen (vom Donner), knurren (vom Magen)’, rommel ‘Gerümpel, Plunder, Kram’, dän. rumle ‘rumpeln, knurren (vom Magen)’, schwed. rumla ‘lärmend zechen’. S. auch ↗rumpeln. Rummelplatz m. landschaftlich, besonders nordd. ‘Vergnügungspark, Jahrmarktsplatz’ (Anfang 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Festplatz · Jahrmarktsplatz · Rummelplatz

Typische Verbindungen zu ›Rummelplatz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Achterbahn Attraktion Autoscooter Besuch Bude Geisterbahn Jahrmarkt Karussell Park Riesenrad Schausteller Schießbude Tourist Volksfest Zoo bunt gleichen riesig touristisch verkommen verwandeln ähneln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rummelplatz‹.

Verwendungsbeispiele für ›Rummelplatz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dadurch soll sichergestellt werden, dass der Charakter des Alten Hofs gewahrt bleibt und die Anlage kein Rummelplatz für kommerzielle Interessen wird.
Süddeutsche Zeitung, 22.03.2000
Gestern nachmittag auf dem Rummelplatz war es hell, und es schien ihm nicht schwer, mutig zu sein.
Die Zeit, 08.05.1952, Nr. 19
Gestern war ich auf einem Rummelplatz, aber das ist ein dummes Wort.
Tucholsky, Kurt: An Mary Gerold-Tucholsky, 22.04.1924. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1924], S. 16021
Auf dem Heumarkt in Petersburg, in dessen Hintergrund sich ein Rummelplatz befindet, drängt sich die Menge.
Fath, Rolf: Werke - R. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 21780
Zitationshilfe
„Rummelplatz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rummelplatz>, abgerufen am 27.01.2020.

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