Rumpf, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Rumpf(e)s · Nominativ Plural: Rümpfe
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Rumpf‹ als Erstglied: ↗Rumpfbeuge · ↗Rumpfdrehen · ↗Rumpfgebirge · ↗Rumpfkabinett
 ·  mit ›Rumpf‹ als Letztglied: ↗Doppelrumpf · ↗Flugzeugrumpf · ↗Schiffsrumpf
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Körper des Menschen, Tieres ohne Kopf und Gliedmaßen
Beispiele:
der Rumpf des Mannes, Rindes
den Rumpf drehen, wenden
Turnen Rumpf beugt, streckt! (= Kommando)
der Kopf sitzt auf dem Rumpf
der Rumpf einer Puppe, Statue
2.
übertragen Hauptmasse eines Fahrzeugs ohne die daran befindlichen äußeren Teile
a)
Schiff ohne Masten und Aufbauten
Beispiele:
der massige Rumpf des Dampfers
der schmale Rumpf des Segelbootes
der Rumpf erzittert beim Dröhnen der Schiffsmaschine
die Wellen schlagen gegen den Rumpf
b)
Flugzeug ohne Tragflächen und Fahrgestell
Beispiele:
der breite Rumpf des Transportflugzeugs
der Rumpf mit den Kabinen der Passagiere
die Hoheitsabzeichen am Rumpf der Maschine
Der Rumpf fuhr [beim Absturz] kerzengerade herunter [RennKrieg287]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rumpf m. ‘Körper von Mensch und Tier, Leib’ (ohne Kopf und Gliedmaßen), übertragen ‘Schiffskörper’ (ohne Masten und Aufbauten), ‘Flugzeug’ (ohne Tragflächen und Fahrgestell), mhd. rumph, (md.) rump ‘Körper, Leib, hölzerne Schüssel, Gefäß aus Baumrinde’, mnd. rump, auch ‘Bienenkorb, Leibchen’, mnl. romp(e), rump ‘Leib, Gefäß aus Rinde, Leibchen’, nl. romp, aschwed. rumpa, rompa ‘Schwanz’, schwed. rumpa ‘Schwanz, Steiß, Hintern’, dän. rumpe ‘Steiß, Hintern’, norw. rump, mundartlich auch ‘abgestumpfter Berggipfel’ (engl. rump ist wohl aus dem Skandinav. entlehnt, s. ↗Rumpsteak). Herkunft ungewiß. Schüwer in: Jb. d. Vereins f. nd. Sprachforsch. 104 (1981/82) 82 ff. geht von einer Grundbedeutung ‘Stubbe, Baumstamm, Gefäß aus Rinde, geflochtener Korb’ aus und verbindet die genannten Formen mit germ. *hram- ‘Lattengestell, Umzäunung, Flechtwerk’ (s. ↗Rahmen). Er erklärt sie also als Labialerweiterungen (ie. *kremp-, *kromb-, *krṃb-) von ie. *krem- ‘Gestell aus Latten, hölzerne Umzäunung’ und schließt sie an die unter ↗rümpfen (s. d.) genannte Wurzel an.

Thesaurus

Synonymgruppe
Rumpf · ↗Schiffskörper · ↗Schiffsrumpf
Synonymgruppe
Rumpf · ↗Torso  ●  ↗Stamm  fachspr., medizinisch

Typische Verbindungen zu ›Rumpf‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rumpf‹.

Verwendungsbeispiele für ›Rumpf‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Deck ist fertig, die Arbeiten am Rumpf laufen nach Plan.
Die Welt, 23.11.2005
Dies sei in den vergangenen Jahren immer besser gelungen, findet Rumpf.
Süddeutsche Zeitung, 05.08.1999
Er hatte die Stadt nahezu begraben unter seinem amorphen Rumpf.
Morgner, Irmtraud: Rumba auf einen Herbst, Hamburg u. a.: Luchterhand 1992 [1965], S. 113
Für die richtige Arbeit des Rumpfes haben sie dann mehr Verständnis.
Hoke, Ralph Johann u. Schmith, Otto: Grundlagen und Methodik der Leichtathletik, Leipzig: Barth 1937, S. 135
Die Beine und Arme der Kinder wachsen schneller als der Rumpf.
Borrmann, Günter u. Mügge, Hans: Gerätturnen in der Schule, Berlin: Volk u. Wissen 1957, S. 48
Zitationshilfe
„Rumpf“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rumpf>, abgerufen am 07.08.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
rumpesen
Rumpelstilzchen
rumpeln
Rumpelkiste
Rumpelkasten
Rumpfbeuge
Rumpfdrehen
rümpfen
Rumpffläche
Rumpfgebirge