Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Rumpf, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Rumpf(e)s · Nominativ Plural: Rümpfe
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Rumpf‹ als Erstglied: Rumpfbeuge · Rumpfdrehen · Rumpfgebirge · Rumpfgeschäftsjahr · Rumpfkabinett · Rumpfkreisen
 ·  mit ›Rumpf‹ als Letztglied: Doppelrumpf · Flugzeugrumpf · Schiffsrumpf
eWDG

Bedeutungen

1.
Körper des Menschen, Tieres ohne Kopf und Gliedmaßen
Beispiele:
der Rumpf des Mannes, Rindes
den Rumpf drehen, wenden
Turnen Rumpf beugt, streckt! (= Kommando)
der Kopf sitzt auf dem Rumpf
der Rumpf einer Puppe, Statue
2.
übertragen Hauptmasse eines Fahrzeugs ohne die daran befindlichen äußeren Teile
a)
Schiff ohne Masten und Aufbauten
Beispiele:
der massige Rumpf des Dampfers
der schmale Rumpf des Segelbootes
der Rumpf erzittert beim Dröhnen der Schiffsmaschine
die Wellen schlagen gegen den Rumpf
b)
Flugzeug ohne Tragflächen und Fahrgestell
Beispiele:
der breite Rumpf des Transportflugzeugs
der Rumpf mit den Kabinen der Passagiere
die Hoheitsabzeichen am Rumpf der Maschine
Der Rumpf fuhr [beim Absturz] kerzengerade herunter [ RennKrieg287]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rumpf m. ‘Körper von Mensch und Tier, Leib’ (ohne Kopf und Gliedmaßen), übertragen ‘Schiffskörper’ (ohne Masten und Aufbauten), ‘Flugzeug’ (ohne Tragflächen und Fahrgestell), mhd. rumph, (md.) rump ‘Körper, Leib, hölzerne Schüssel, Gefäß aus Baumrinde’, mnd. rump, auch ‘Bienenkorb, Leibchen’, mnl. romp(e), rump ‘Leib, Gefäß aus Rinde, Leibchen’, nl. romp, aschwed. rumpa, rompa ‘Schwanz’, schwed. rumpa ‘Schwanz, Steiß, Hintern’, dän. rumpe ‘Steiß, Hintern’, norw. rump, mundartlich auch ‘abgestumpfter Berggipfel’ (engl. rump ist wohl aus dem Skandinav. entlehnt, s. Rumpsteak). Herkunft ungewiß. Schüwer in: Jb. d. Vereins f. nd. Sprachforsch. 104 (1981/82) 82 ff. geht von einer Grundbedeutung ‘Stubbe, Baumstamm, Gefäß aus Rinde, geflochtener Korb’ aus und verbindet die genannten Formen mit germ. *hram- ‘Lattengestell, Umzäunung, Flechtwerk’ (s. Rahmen). Er erklärt sie also als Labialerweiterungen (ie. *kremp-, *kromb-, *krṃb-) von ie. *krem- ‘Gestell aus Latten, hölzerne Umzäunung’ und schließt sie an die unter rümpfen (s. d.) genannte Wurzel an.

Thesaurus

Synonymgruppe
Synonymgruppe
Rumpf · Torso  ●  Stamm  fachspr., medizinisch

Typische Verbindungen zu ›Rumpf‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rumpf‹.

Verwendungsbeispiele für ›Rumpf‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für die richtige Arbeit des Rumpfes haben sie dann mehr Verständnis. [Hoke, Ralph Johann u. Schmith, Otto: Grundlagen und Methodik der Leichtathletik, Leipzig: Barth 1937, S. 135]
Er hatte die Stadt nahezu begraben unter seinem amorphen Rumpf. [Morgner, Irmtraud: Rumba auf einen Herbst, Hamburg u. a.: Luchterhand 1992 [1965], S. 113]
Wie schnell das Boot dann tatsächlich fährt, hängt natürlich hauptsächlich von der Form des Rumpfes ab. [Die Zeit, 10.10.1997, Nr. 42]
Die Beine hängen taub am Rumpf, die schwachen Arme kann er kaum bewegen. [Die Zeit, 04.07.1997, Nr. 28]
Öl trat demnach nicht aus, Schäden am Rumpf gab es keine. [Die Zeit, 14.08.2012 (online)]
Zitationshilfe
„Rumpf“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rumpf>.

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