Säbel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Säbels · Nominativ Plural: Säbel
Aussprache
WorttrennungSä-bel (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Säbel‹ als Erstglied: ↗Säbelbeine · ↗Säbelduell · ↗Säbelgerassel · ↗Säbelhieb · ↗Säbelklinge · ↗Säbelkorb · ↗Säbelnarbe · ↗Säbelrasseln · ↗Säbelscheide · ↗Säbelspitze · ↗Säbelwunde · ↗säbelbeinig · ↗säbelförmig
 ·  mit ›Säbel‹ als Letztglied: ↗Holzsäbel · ↗Offizierssäbel · ↗Schleppsäbel
eWDG, 1974

Bedeutung

lange Stichwaffe und Hiebwaffe mit nur einer Schneide und oft gekrümmter, spitzer Klinge
Beispiele:
den Säbel tragen, ziehen, zücken, umschnallen
den Säbel in die Scheide stecken, stoßen
mit dem Säbel fechten, kämpfen
der Säbel klirrte
ein krummer, blitzender, blanker Säbel
umgangssprachlich, abwertend, bildlich
Beispiel:
mit dem Säbel rasseln (= sich kriegerisch gebärden, mit Krieg drohen)
Fechten Stichwaffe mit gerader, stumpfer Klinge und verdickter Spitze
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Säbel · säbeln
Säbel m. ‘Hiebwaffe mit einschneidiger, gekrümmter, spitzer Klinge’, frühnhd. Sabel (15. Jh.), Sebel (16. Jh.) stammt, wohl über poln. szabla, aus gleichbed. ungar. szablya, älter szabla (vielleicht Lehnwort aus dem Serbokr.; kaum zu erst später bezeugtem ungar. szabni ‘zuschneiden’); während der Türkenkriege mag direkter Einfluß des Ungar. die Verbreitung der Bezeichnung im Dt. gefördert haben. Dazu die Wendung mit dem Säbel rasseln ‘sich kriegerisch gebärden, Kriegsdrohungen verlauten lassen’ (19. Jh.). säbeln Vb. ‘mit dem Säbel niederschlagen’ (16. Jh.), ‘ungeschickt, derb oder mit stumpfem Messer an etw. herumschneiden’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Schwert · Säbel
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
  • Mordhau · Mordschlag · Mordstreich

Typische Verbindungen
computergeneriert

Augenklappe Bajonett Degen Dolch Fechten Florett Hellebarde Lanze Rasseln Scheide Schwert Schärpe Stichwaffe blank blitzend einhauen fechten gekreuzt geschwungen gezogen gezückt herumfuchteln klirren krumm rasseln rasselnd umgeschnallt umschnallen wetzen zücken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Säbel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein Mann läuft über zerbrochenes Glas, eine hinduistische Schönheit balanciert Säbel mit ihrem Mund.
Bild, 06.06.2002
Die Atmosphäre ist gespannt, man sitzt mit gezogenem Säbel am Tisch.
Die Welt, 06.12.2000
Einen Säbel hatte ich noch nie in der Hand gehabt.
Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 152
In der Linken hält er das rote Tuch, in der Rechten den Säbel.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 284
Jetzt kam man darauf zurück, sie wieder mit Säbeln zu bewaffnen.
Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 1. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1914], S. 5038
Zitationshilfe
„Säbel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Säbel>, abgerufen am 22.11.2019.

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