Säge, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Säge · Nominativ Plural: Sägen
Aussprache
WorttrennungSä-ge
Wortbildung mit ›Säge‹ als Erstglied: ↗Sägeblatt · ↗Sägebock · ↗Sägebügel · ↗Sägemaschine · ↗Sägemehl · ↗Sägemühle · ↗Sägespäne · ↗Sägewerk · ↗sägeförmig
 ·  mit ›Säge‹ als Letztglied: ↗Aushängesäge · ↗Bandsäge · ↗Baumsäge · ↗Bogensäge · ↗Eisensäge · ↗Fuchsschwanzsäge · ↗Handspannsäge · ↗Handsäge · ↗Holzsäge · ↗Knochensäge · ↗Kreissäge · ↗Laubsäge · ↗Metallsäge · ↗Motorsäge · ↗Nervensäge · ↗Pendelsäge · ↗Rebsäge · ↗Schrotsäge · ↗Spannsäge · ↗Stichsäge · ↗Waldsäge
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Werkzeug, das hauptsächlich aus einem stählernen, an der äußeren Kante mit scharfen, meist dreieckigen kleinen Zähnen versehenen Blatt besteht, womit man durch geradlinige (hin- und hergehende) Bewegung Holz, Metall, Gestein, Kunststoffe zerschneidet
Beispiele:
eine scharfe, schartige, kleine Säge
eine Säge schärfen
2.
Sägewerk
Beispiele:
er arbeitet in einer Säge
die Säge beschäftigt 30 Arbeiter
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Säge · sägen · Sägemehl · Sägemühle
Säge f. aus einem scharfgezackten Stahlband bestehendes Schneidwerkzeug, ahd. sega (9. Jh.), mhd. sege, asächs. sega, mnl. sēghe (germ. *segō-) stehen im Ablaut zu gleichbed. ahd. saga (9. Jh.), mhd. sage, mnd. sāge, mnl. sāghe, nl. zaag, afries. sage, aengl. sagu, saga, engl. saw, anord. sǫg, schwed. såg (germ *sagō-). Diese führen mit lat. secāre ‘(ab)schneiden, mähen’, lat. secūris ‘Axt’, sīgnum ‘(Kenn)zeichen’ (eigentlich ‘Eingeschnittenes, Eingekerbtes’), mir. tescaid ‘schneidet, beißt’, aslaw. sěšti ‘hauen’, russ. seč’ (сечь) ‘hauen, hacken, peitschen’, alit. įsė́kti ‘eingraben, schneiden’ sowie mit den unter ↗Segel und ↗Sense (s. d.) genannten Formen und dem zweiten Bestandteil von ↗Messer (s. d.) auf die Verbalwurzel ie. *sē̌k- ‘schneiden’. sägen Vb. ‘mit der Säge abschneiden’, ahd. segōn (9. Jh.), mhd. segen; vgl. daneben ablautendes ahd. sagōn (9. Jh.), mhd. sagen. Sägemehl n. ‘beim Sägen entstehender mehlartiger Holzstaub’ (15. Jh.). Sägemühle f. ‘Sägewerk’, mhd. segemül.

Thesaurus

Synonymgruppe
Säge [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
  • Bordmühle  regional · Brettmühle  regional · Brettsäge  regional · Sagi  schweiz. · Schneidmühle  regional · ↗Sägemühle  regional · ↗Sägewerk  Hauptform

Typische Verbindungen
computergeneriert

Axt Beil Bohrer Bohrmaschine Feile Fräse Fuchsschwanz Hammer Hobel Hämmern Meißel Raspel Schere Schleifmaschine Schneide Schraubenzieher Skalpell Spaten Spitzhacken Stemmeisen Zange abtrennen durchtrennen ferngesteuert kreischen kreischend singend sägen zerstückeln zerteilen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Säge‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit einer Säge rückt er jedes Jahr dem Holz zu Leibe.
Süddeutsche Zeitung, 12.03.2001
Diese Säge, die ich stets mitführte, erwies sich als ausgesprochen nützlich.
Maltzan, Maria von: Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, Berlin: Ullstein 1998 [1986], S. 202
Mit meiner neuen Säge kann ich jetzt das feinste Holz sägen.
Knittel, John: Via Mala, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1957 [1934], S. 412
In der einen Ecke kreischt eine Säge, in einer anderen wird emsig gebohrt und gehämmert.
Die Welt, 29.04.2006
Heinisch gelang es im letzten Moment, den Mann zu beruhigen und ihm die Säge abzunehmen.
Hasselbach, Ingo u. Bonengel, Winfried: Die Abrechnung, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1993], S. 100
Zitationshilfe
„Säge“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Säge>, abgerufen am 12.12.2019.

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