Sänfte, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Sänfte · Nominativ Plural: Sänften
Aussprache
WorttrennungSänf-te (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Sänfte‹ als Erstglied: ↗Sänftenträger
eWDG, 1974

Bedeutung

zur Beförderung von Personen dienender, meist völlig umkleideter, auf zwei Stangen befestigter Sitz, der (in Ostasien) durch Menschen oder Lasttiere getragen wird
Beispiele:
eine offene, geschmückte Sänfte
ehe Diana den geschlossenen Fenstervorhang zurückschieben konnte ... eilten die Träger im Laufschritt mit der Sänfte davon [le FortTor50]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sänfte f. ‘kastenartiges, tragbares Sitzgestell zur Beförderung von Personen’. Ahd. semftī (8. Jh.), mhd. senfte, nhd. Sänfte ‘Ruhe, Gemächlichkeit, Annehmlichkeit, Bequemlichkeit, Sanftheit’ (nach dem 18. Jh. in diesem Sinne unüblich), Abstraktbildung zu dem unter ↗sanft (s. d.) behandelten Adjektiv, entwickelt im 16. Jh. die Bedeutung ‘bequemer Tragsessel, Tragbett’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Sänfte · ↗Tragsessel · Tragstuhl

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kutsche König Königin Rad Schlitten Träger Wagen getragen golden grün herbeitragen königlich reisen restaurieren schleppen schweben tragen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sänfte‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf einer mit kostbarer Seide ausgeschlagenen silbernen Sänfte haben sie den dicken Mann herbeigeschleppt.
Der Tagesspiegel, 16.01.2001
Man kann auch eine Sänfte nehmen, aber sie ist noch unbequemer.
Die Zeit, 08.11.1968, Nr. 45
Und wenn die Straßen noch so einladend sind, wünsche ich mit einer Sänfte abgeholt zu werden.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 05.04.1938, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Er führte einen der berühmtesten Ärzte Ferraras in einer Sänfte herbei.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das Gestirn des Paracelsus, München: J.F. Lehmanns 1964 [1921], S. 373
In der dem Besenfest folgenden Nacht ließ sie sich in ihrer Sänfte nach der Stadt und in den Großen Palast tragen.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 191
Zitationshilfe
„Sänfte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sänfte>, abgerufen am 19.10.2019.

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