Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Sänger, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Sängers · Nominativ Plural: Sänger
Aussprache  [ˈzɛŋɐ]
Worttrennung Sän-ger
Wortzerlegung singen -er
eWDG

Bedeutungen

1.
jmd., der (beruflich) singt
Beispiele:
ein guter, berühmter Sänger
ein Sänger trat auf
ein Chor von Sängern
ich bin kein Sänger (= kann nicht singen)
Mitglied eines Chors, Gesangvereins
Beispiel:
die Sänger des Jugendchors unternahmen eine Konzertreise
Vogel, der singt
Beispiele:
unser Kanarienvogel ist ein fleißiger Sänger
die gefiederten Sänger des Waldes
2.
dichterisch jmd., der etw. dichterisch verherrlicht
Beispiele:
ein Sänger der Liebe, Treue
Erwecker und Sänger, Mitstreiter und Mitsieger des modernen Proletariats, ist er … eine Befreiergestalt in der Geschichte der Menschheit [ Neue dt. Lit.1954]
historisch Spielmann im Mittelalter
Beispiele:
ein fahrender Sänger
der wandernde Sänger
umgangssprachlich, scherzhaftdarüber schweigt des Sängers Höflichkeit (= darüber spricht man nicht)
Des Sängers Fluch [ UhlandSängers FluchTitel]
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sang · Sänger
Sang m. ‘das Singen, Gesang’, ahd. sang (8. Jh.), mhd. sanc ‘Gesang, Lied, Musik, von Gesang begleiteter Tanz’, asächs. sang, mnd. mnl. sanc, nl. zang, aengl. sang, engl. song, anord. sǫngr, auch ‘Gottesdienst’, schwed. sång (germ. *sangwa-) und got. (i-Stamm, germ. *sangwi-) saggws, mit Ablaut gebildetes Abstraktum zu dem unter singen (s. d.) behandelten Verb. Heute vor allem redensartlich mit Sang und Klang ‘mit Musik, mit viel Aufwand’, ohne Sang und Klang ‘ohne Aufsehen’ (ursprünglich beerdigen), beide seit 18. Jh. Sänger m. ‘wer singt’, ahd. sangāri (8. Jh.), mhd. senger.

Thesaurus

Musik
Synonymgruppe
Gesangskünstler · Gesangssolist · Interpret  ●  Sänger  Hauptform · Vokalist  fachspr.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Sänger‹ (berechnet)

Babyshambles Band Boygroup Heavy-metal-band Kantorei Kultband Mgv Männergesangverein Pop-gruppe Popband Popgruppe Punkband Rockband Rockgruppe Stargast Titelpartie Us-band ausgebildet begnadet berühmt charismatisch fahrend geboren gestorben irisch kanadisch legendär singen stammend verstorben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sänger‹.

Verwendungsbeispiele für ›Sänger‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Sänger seien plötzlich auch dafür gewesen, es um einen Tag zu verschieben. [Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 622]
Er brachte zehn Sänger mit, von denen aber einige bald wieder fortgeschickt wurden. [Schiørring, Nils: Bernardi. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1973], S. 7169]
An die Stelle des Sängers tritt in den klassischen Jahrhunderten der Historiker. [Gigon, Olof: Das hellenische Erbe. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 8075]
Ohne Schauspieler im Theater, Sänger bei der Oper geht nichts, für mich nichts. [Die Zeit, 20.05.1998, Nr. 22]
Du nennst das Drama, ich spiele meinen Part, raunt der Sänger. [Die Zeit, 02.04.1998, Nr. 15]
Zitationshilfe
„Sänger“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/S%C3%A4nger>.

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