Süffisance, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Süffisance · Nominativ Plural: Süffisancen
Aussprache
WorttrennungSüf-fi-sance (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1976

Bedeutung

gehoben, abwertend Herablassung, Selbstgefälligkeit
Beispiel:
Du hättest sie hören sollen, Onkel, mit welcher Süffisance sie von »kleinen Verhältnissen« sprach [FontaneTreibelI 3,378]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

süffisant · Süffisance
süffisant Adj. ‘selbstgefällig, aufreizend, arrogant, dünkelhaft’ (2. Hälfte 18. Jh.; vgl. die Fügungen süffisantes Lächeln, süffisante Miene), zuvor ‘ausreichend, fähig, geschickt’ (1. Hälfte 17. Jh.), Entlehnung von frz. suffisant in beiden Verwendungen, hervorgegangen aus afrz. sofisant ‘befriedigt, genügend, angemessen, recht’ (mfrz. suffisant auch ‘fähig, vornehm’), Part.adj. von afrz. sofire, frz. suffire ‘ausreichend sein, genügen’, aus gleichbed. lat. sufficere, eigentlich ‘etw. daruntertun, unterbauen, nachfügen’ (vgl. lat. facere ‘machen, tun’ und s. ↗sub-). Süffisance f. ‘Dünkel, Herablassung, Selbstgefälligkeit’ (2. Hälfte 18. Jh.), vorher ‘Fähigkeit’ (um 1700), mfrz. frz. suffisance.
Zitationshilfe
„Süffisance“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/S%C3%BCffisance>, abgerufen am 24.01.2020.

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