Sühnegeld, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungSüh-ne-geld (computergeneriert)
eWDG, 1976

Bedeutung

Geldleistung an einen Geschädigten als Ausgleich für erlittenen Schaden
Beispiele:
Sühnegeld leisten
daß ihm die Bahnverwaltung den Abschied nebst angemessenem Sühnegeld ... bewilligen mußte [R. Dehmel7,61]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die stattliche Mehrheit, die sich mit einem Male für dieses Gesetz fand, stellte das Sühnegeld für das Verbrechen von Memphis dar.
Die Zeit, 26.04.1968, Nr. 17
Für die zivile Verwaltung habe ich mit Herrn Trip vereinbart, daß ich monatlich 3 Millionen Gulden bekomme; hinzu kamen dann noch etwa 20 Millionen Sühnegelder.
o. A.: Einhunderteinundfünfzigster Tag. Montag, 10. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 23646
Der Präses hatte einige Entschuldigungen geknurrt und ihr als Sühnegeld einen blanken Taler in die Hand gedrückt.
Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870
Das Erstarken des Gemeinschaftsbewußtseins drängte die Blutrache zurück zugunsten des vereinbarten oder auferlegten Sühnegeldes; die Christianisierung verwandelte die Sakralstrafe in die T.
Rendtorff, T.: Todesstrafe. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 38108
Ein Schöffengericht verurteilte den Kollaborateur zu einem Sühnegeld von 425000 Kronen, es wurde in der Berufung auf 325000 Kronen reduziert.
Der Spiegel, 04.02.1991
Zitationshilfe
„Sühnegeld“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sühnegeld>, abgerufen am 06.12.2019.

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