Sündenbabel

GrammatikSubstantiv
WorttrennungSün-den-ba-bel
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend Ort der Verworfenheit

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die neuen Herren hatten mit dem philosophischen Sündenbabel nichts im Sinn.
Süddeutsche Zeitung, 18.03.2000
Wenn wir uns recht erinnern, hielt sie vor zehn Jahren noch jede größere Stadt für ein Sündenbabel.
Die Zeit, 03.03.1989, Nr. 10
Wenn ein Fremder eine Stadt als Sündenbabel schildert, so kann man sicher sein, daß er beigetragen hat, sie dazu zu machen.
Stettenheim, Julius: Der moderne Knigge. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1902], S. 10017
Verderbt ist die Kulturindustrie, aber nicht als Sündenbabel sondern als Kathedrale des gehobenen Vergnügens.
Horkheimer, Max u. Adorno, Theodor W.: Dialektik der Aufklärung, Amsterdam: Querido 1947 [1944], S. 162
Aufgabe seiner provisorischen Regierung, verkündete Kutzner, sei die Rettung des deutschen Volkes, der Vormarsch gegen das Sündenbabel Berlin.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 1052
Zitationshilfe
„Sündenbabel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sündenbabel>, abgerufen am 11.12.2019.

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