Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Saal, der

eWDG

Bedeutung

sehr großer Raum, in dem besonders kulturelle Veranstaltungen, Feiern oder große Versammlungen stattfinden
Beispiele:
ein festlich geschmückter, beleuchteter, heller Saal
der Saal war überfüllt
von der Galerie des Saales erschollen Beifallsrufe
einen Saal betreten, verlassen
im großen Saal wurde getanzt
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Saal m. ‘großer Gesellschaftsraum’, ahd. (um 1000), mhd. sal ‘Wohnsitz, Haus, Halle’, auch ‘Tempel, Kirche’, asächs. seli, mnd. sāl, aengl. sele, sæl, mnl. sāle, sael, sēle, nl. zaal, anord. salr, schwed. sal, langobard. sala führen (bei unterschiedlicher Stammbildung) auf germ. *sal-, worunter wohl das germanische Einraumhaus zu verstehen ist. Dazu gehören die Ableitungen ahd. selida (8. Jh.), mhd. selde ‘Wohnung, Haus, Herberge, Lager’, asächs. seliða ‘Unterkunft, Wohnung’, got. saliþwōs (Plur.) ‘Herberge’ sowie got. saljan ‘herbergen, bleiben’; s. auch Geselle. Außergerm. lassen sich aslaw. selo ‘Feld, Acker, Behausung, Dorf’, russ. seló (село), lit. (landschaftlich) salà ‘Dorf’ vergleichen. Zu erschließen ist eine Wurzel ie. *sel- ‘Wohnraum’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Saal · Wohnhalle
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Saal‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Saal‹.

Verwendungsbeispiele für ›Saal‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Immerhin, das bewundernde Raunen im Saal ist ihm die Ausgabe wert. [Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 224]
Der Herr nimmt beim Betreten des Saales selbstverständlich den Hut ab. [Oheim, Gertrud: Einmaleins des guten Tons, Gütersloh: Bertelsmann 1957 [1955], S. 295]
Davor flüchten sie zu unzähligen Hunderttausenden in den finsteren Saal mit den beweglichen Bildern. [Hofmannsthal, Hugo von: Drei kleine Betrachtungen. In: Bertram, Mathias (Hg.) Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1921], S. 15019]
Am Ausgang des Saals trat mir eine starkknochige ältere Frau entgegen. [Braun, Lily: Memoiren einer Sozialistin. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 1333]
In meist überfüllten Sälen gab es ungezählte Versammlungen über das Buch. [Der Spiegel, 15.06.1987]
Zitationshilfe
„Saal“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Saal>.

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