Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Saat, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Saat · Nominativ Plural: Saaten
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Saat‹ als Erstglied: Saatauster · Saatbeet · Saatbestellung · Saatbett · Saatbohne · Saatenpflege · Saatenstand · Saaterbse · Saateule · Saatfeld · Saatfrucht · Saatfurche · Saatgans · Saatgetreide · Saatgut · Saatkartoffel · Saatkorn · Saatkrähe · Saatreihe · Saatrille · Saatweizen · Saatzeit · Saatzucht
 ·  mit ›Saat‹ als Letztglied: Absaat · Aussaat · Breitsaat · Dibbelsaat · Drachensaat · Drillsaat · Einsaat · Nachsaat · Reihensaat · Riefensaat · Rillensaat · Senfsaat · Sommersaat · Stoppelsaat · Untersaat · Vollsaat · Weizensaat · Wintersaat · Ölsaat
eWDG

Bedeutungen

1.
das Säen
Grammatik: nur im Singular
Beispiele:
die Saat beginnt in den nächsten Tagen, ist beendet
es ist bald Zeit zur Saat
eine frühe, späte Saat
2.
das zum Säen bestimmte und verwendete Saatgut und Pflanzgut, die Samenkörner
Grammatik: meist im Singular
Beispiele:
die Saat muss rechtzeitig in die Erde, den Boden gebracht werden
er trat die Saat fest
die Saat ging rasch auf
bildlich
Beispiele:
seine Saat geht auf (= die Folgen seiner Tat zeigen sich)
die Saat der Gewalt … hat in den USA blutige Früchte getragen [ Tageszeitung1968]
daß kein Weltzustand wiederkommen soll, in dem die Saat eines Hitlers wieder gedeihen und zu neuen Katastrophen wachsen kann [ Th. Mann12,616]
3.
die aufgegangenen (jungen) Pflanzen
Beispiele:
die (junge) Saat steht gut, ist erfroren
die Saaten sind reif für den Schnitt
kräftig eingewachsene, grüne Saaten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Saat f. ‘das Aussäen, das Ausgesäte, das aus dem Samen Aufgegangene’. Die Feminina ahd. (um 800), mhd. mnd. sāt ‘das Säen, die Aussaat, das ausgesäte Korn, Samenkorn, Getreideernte’, got. -sēþs (in manasēþs ‘Welt, Menschheit’, eigentlich ‘Menschensaat’), germ. *sēda- sowie (mit anderer Stammbildung) die Neutra asächs. sād, mnl. saet, nl. zaad, afries. sēd, aengl. sǣd (angl. sēd), engl. seed, anord. sāð, schwed. säd, germ. *sēdi- lassen sich wie die einer anderen Ablautstufe angehörenden Bildungen lat. satus ‘das Säen, Saat’, satum ‘gesät’, kymr. had ‘Samen’ und korn. has ‘Samen’ als Dentalableitungen von der unter säen und Samen (s. d.) genannten Wurzelform ie. *sē-, ablautend *sə- ‘entsenden, werfen, fallen lassen, säen’ erklären, so daß Saat eigentlich ‘das Wegwerfen des Saatkorns in den Boden’ wie auch ‘das Weggeworfene’, dann auch ‘das aus Saatkorn Aufgegangene’ bedeutet.

Thesaurus

Synonymgruppe
Saat · Saatkörner · Samen  ●  Saatgut  Hauptform · Körner (beschreibt die Form)  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(das) Aussäen · (das) Säen · (die) Saat · Ausbringung von Saatgut  ●  Aussaat  Hauptform

Typische Verbindungen zu ›Saat‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Saat‹.

Aufgang Aufgehen Auflaufen Ernte Frucht Haß Verderben Zwietracht aufgehen ausbringen ausstreuen breitwürfige breitwürfiger gedeihen genmanipuliert gesät giftig keimen keimend legen spriesst sprießen sprießend streuen säen zertreten

Verwendungsbeispiele für ›Saat‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als Gegenmittel kommt Umpflügen der grünen Saat, sobald sie sich zeigt, in Frage. [Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 149]
Er konnte zufrieden sein mit der genealogischen Saat, die er ausgeworfen hatte. [Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 633]
Nur die welken Blätter dürfen untergegraben werden für die neue Saat. [NS-Frauen-Warte, 1939]
Die Saat der Gruppe ging erst nach 1945 wirklich auf. [Die Zeit, 18.07.1997, Nr. 30]
Auf 100 g 1 Korn Seide gilt noch als seidefreie Saat. [Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 208]
Zitationshilfe
„Saat“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Saat>.

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