Saat, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Saat · Nominativ Plural: Saaten
Aussprache
Wortbildung mit ›Saat‹ als Erstglied: ↗Saatbeet · ↗Saatbestellung · ↗Saatbett · ↗Saatenpflege · ↗Saatenstand · ↗Saateule · ↗Saatfeld · ↗Saatfurche · ↗Saatgans · ↗Saatgetreide · ↗Saatgut · ↗Saatkartoffel · ↗Saatkorn · ↗Saatkrähe · ↗Saatweizen · ↗Saatzeit · ↗Saatzucht · ↗Saatzuchtleiter
 ·  mit ›Saat‹ als Letztglied: ↗Absaat · ↗Aussaat · ↗Breitsaat · ↗Dibbelsaat · ↗Drachensaat · ↗Drillsaat · ↗Einsaat · ↗Nachsaat · ↗Reihensaat · ↗Riefensaat · ↗Rillensaat · ↗Senfsaat · ↗Sommersaat · ↗Stoppelsaat · ↗Untersaat · ↗Vollsaat · ↗Weizensaat · ↗Wintersaat · ↗Ölsaat
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
nur im Singular
das Säen
Beispiele:
die Saat beginnt in den nächsten Tagen, ist beendet
es ist bald Zeit zur Saat
eine frühe, späte Saat
2.
meist im Singular
das zum Säen bestimmte und verwendete Saatgut und Pflanzgut, die Samenkörner
Beispiele:
die Saat muss rechtzeitig in die Erde, den Boden gebracht werden
er trat die Saat fest
die Saat ging rasch auf
bildlich
Beispiele:
seine Saat geht auf (= die Folgen seiner Tat zeigen sich)
die Saat der Gewalt ... hat in den USA blutige Früchte getragen [Tageszeitung1968]
daß kein Weltzustand wiederkommen soll, in dem die Saat eines Hitlers wieder gedeihen und zu neuen Katastrophen wachsen kann [Th. Mann12,616]
3.
die aufgegangenen (jungen) Pflanzen
Beispiele:
die (junge) Saat steht gut, ist erfroren
die Saaten sind reif für den Schnitt
kräftig eingewachsene, grüne Saaten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Saat f. ‘das Aussäen, das Ausgesäte, das aus dem Samen Aufgegangene’. Die Feminina ahd. (um 800), mhd. mnd. sāt ‘das Säen, die Aussaat, das ausgesäte Korn, Samenkorn, Getreideernte’, got. -sēþs (in manasēþs ‘Welt, Menschheit’, eigentlich ‘Menschensaat’), germ. *sēda- sowie (mit anderer Stammbildung) die Neutra asächs. sād, mnl. saet, nl. zaad, afries. sēd, aengl. sǣd (angl. sēd), engl. seed, anord. sāð, schwed. säd, germ. *sēdi- lassen sich wie die einer anderen Ablautstufe angehörenden Bildungen lat. satus ‘das Säen, Saat’, satum ‘gesät’, kymr. had ‘Samen’ und korn. has ‘Samen’ als Dentalableitungen von der unter ↗säen und ↗Samen (s. d.) genannten Wurzelform ie. *sē-, ablautend *sə- ‘entsenden, werfen, fallen lassen, säen’ erklären, so daß Saat eigentlich ‘das Wegwerfen des Saatkorns in den Boden’ wie auch ‘das Weggeworfene’, dann auch ‘das aus Saatkorn Aufgegangene’ bedeutet.

Thesaurus

Synonymgruppe
Saat · ↗Saatgut · Saatkörner · ↗Samen  ●  ↗Körner (beschreibt die Form)  ugs.
Unterbegriffe
  • Flachssamen · ↗Leinsaat · ↗Leinsamen
  • Amazonaskastanie · Amazonasmandel · Amazonenmandel · Brasilianische Kastanie · Brasilianische Nuss · Brasilkastanie · Brasilnuss · Juvianuss · Marahonkastanie · Papanuss · ↗Paranuss · Rahmnuss · Steinnuss · Tucannuss · Yuvianuss
  • Ölsaat · Ölsamen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufgang Aufgehen Auflaufen Dünger Ernte Futtermittel Gedeihen Mairegen Pflanzung Sämerei Zweifels Zwietracht aufgegangen aufgehen aufgehend ausbringen ausgebracht ausstreuen aussäen genmanipuliert genverändert gesät giftig keimen keimend sprießen säen transgen verdorren vertrocknen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Saat‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das fällt auch nicht schwer, denn die Saat beginnt bereits aufzugehen.
Süddeutsche Zeitung, 27.06.1994
Er konnte zufrieden sein mit der genealogischen Saat, die er ausgeworfen hatte.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 633
Aus einer solchen Saat kann nur eine unheilvolle Ernte reifen.
Die Zeit, 05.06.1947, Nr. 23
Als Gegenmittel kommt Umpflügen der grünen Saat, sobald sie sich zeigt, in Frage.
Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 149
Je dichter die Saat aufgeht, um so eiliger ist das Verschulen.
Böttner, Johannes: Gartenbuch für Anfänger, Frankfurt (Oder) u. a.: Trowitsch & Sohn 1944 [1895], S. 269
Zitationshilfe
„Saat“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Saat>, abgerufen am 18.04.2019.

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