Sabbel

WorttrennungSab-bel (computergeneriert)
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

norddeutsch, umgangssprachlich, abwertend
a)
Mund (in Bezug auf Geschwätzigkeit)
b)
ausfließender Speichel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

sabbern · sabbeln · Sabber · Sabbel · Sabberlätzchen
sabbern Vb. ‘(unkontrolliert, ungewollt) Speichel aus dem Mund ausfließen lassen’, auch ‘unreinlich essen’, ein nd. md. Mundartwort (vgl. auch südnl. zabberen), das im 18. Jh. in die Literatursprache aufgenommen wird. Das Verb gehört wie gleichbed. nd. sabbeln, nl. sabbelen als Iterativbildung zu mnd. sabben ‘geifern, speicheln, unreinlich essen’, norw. sabbe ‘langsam gehen, kleckern’, die alle affektische Konsonantendoppelung aufweisen und wohl zu der unter ↗Saft (s. d.) genannten Wurzel ie. *sap- ‘schmecken, wahrnehmen’ zu stellen sind. sabbeln Vb. (s. oben), ebenfalls seit dem 18. Jh. literatursprachlich; in heutiger Umgangssprache auch ‘schnell und viel reden’. Sabber m. ‘Speichel, Geifer’ (18. Jh.), aus nd. md. Mundarten; ebenso Sabbel m. (19. Jh.), nd. Sabbels. Sabberlätzchen n. ‘vorzubindendes Mundtuch für Kinder’ (19. Jh.).
Zitationshilfe
„Sabbel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sabbel>, abgerufen am 17.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Sabbatstille
Sabbatruhe
Sabbatjahr
Sabbatical
Sabbatfeier
sabbeln
Sabbeltante
Sabber
Sabberei
Sabberlätzchen