Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Salbe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Salbe · Nominativ Plural: Salben
Aussprache 
Worttrennung Sal-be (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Salbe‹ als Erstglied: Salbendose · Salbenkrämer · Salbentopf
 ·  mit ›Salbe‹ als Letztglied: Augensalbe · Bleisalbe · Borsalbe · Brandsalbe · Fettsalbe · Frostsalbe · Glyzerinsalbe · Haftsalbe · Hautsalbe · Heilsalbe · Hexensalbe · Ichthyolsalbe · Kampfersalbe · Kräutersalbe · Präzipitatsalbe · Quecksilbersalbe · Schnupfensalbe · Schutzsalbe · Schwefelsalbe · Sommersprossensalbe · Wundsalbe · Zinksalbe
 ·  mit ›Salbe‹ als Grundform: salben
eWDG

Bedeutung

aus Fetten oder fettfreien streichfähigen Stoffen bestehendes Hautpflegemittel, besonders Arzneimittel für die äußerliche Anwendung
Beispiele:
Salben rühren, zubereiten
eine wohlduftende, fettarme, wasserhaltige Salbe
eine Salbe gegen Hautkrankheiten, zum Kühlen von Brandwunden
sich mit Salbe einreiben
umgangssprachlichsich mit Salbe einschmieren
Salbe auftragen
Salbe auf die Wunde streichen
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Salbe · salben · Salbung · salbungsvoll
Salbe f. ‘schmierbares, fettreiches Hautarzneimittel’, ahd. salba f. und salb n. (8. Jh.), mhd. salbe ‘Salbe, Salböl’, asächs. salƀa, mnd. mnl. salve, nl. zalf, aengl. salf, sealf(e), engl. salve (westgerm. *salbō f.) führen mit den außergerm. Bezeichnungen aind. sarpíḥ ‘zerlassene Butter’, griech. élpos (ἔλπος) ‘Öl, Talg, Fett’, ólpē, ólpis (ὄλπη, ὄλπις) ‘Ölflasche’, alban. gjalpë ‘Butter’ auf ie. *selp- ‘Fett (Butter, Schmalz)’. – Vom Substantiv abgeleitet salben Vb. ‘mit Salbe einschmieren, mit geweihtem Öl bestreichen’, ahd. salbōn (8. Jh.), mhd. salben, asächs. salƀon, mnd. mnl. salven, nl. zalven, afries. salvia, aengl. s(e)alfian, engl. to salve, got. salbōn. Salbung f. ‘das Einschmieren mit Salbe, das Bestreichen mit geweihtem Öl, das Geweiht-, Gesalbtwerden’, ahd. salbunga (8. Jh.), mhd. salbunge. salbungsvoll Adj. ‘übertrieben feierlich, weihevoll’ (18. Jh.).

Thesaurus

Chemie
Synonymgruppe
Balsam · Creme · Paste · Salbe  ●  Krem  alte Schreibung bis 2011 · Kreme  alte Schreibung bis 2011

Typische Verbindungen zu ›Salbe‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Salbe‹.

Verwendungsbeispiele für ›Salbe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei besonders empfindlicher Haut empfiehlt es sich immer, eine besonders geeignete Salbe vom Arzt verschreiben zu lassen. [Bundesverband d.dt. Standesbeamten e. V. (Hg.), Hausbuch für die deutsche Familie, Frankfurt a. M.: Verl. f. Standesamtwesen 1956, S. 60]
Es gibt zwar Bewegung auf uns zu, aber sehr minimal und an vielen Dingen scheint es eher weiße Salbe sein. [Die Zeit, 15.05.2003 (online)]
Für die Konzentration im Handel brachte es bloß „weiße Salbe“. [Die Zeit, 29.11.1991, Nr. 49]
Ich rieb die Farbe auf, manchmal so dick wie Salbe. [Süddeutsche Zeitung, 03.06.1995]
Hier arbeiten Forscher an Salben, die beim Sex vor Aids schützen sollen. [Die Welt, 12.07.2004]
Zitationshilfe
„Salbe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Salbe>.

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