Saldo, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Saldos · Nominativ Plural: Saldos/Salden/Saldi
Aussprache  [ˈzaldo]
Worttrennung Sal-do
Herkunft Italienisch
Wortbildung  mit ›Saldo‹ als Erstglied: ↗Saldobetrag · ↗Saldokonto · ↗Saldovortrag · ↗Saldoübertrag
 ·  mit ›Saldo‹ als Letztglied: ↗Aktivsaldo · ↗Debetsaldo · ↗Finanzierungssaldo · ↗Habensaldo · ↗Kontosaldo · ↗Leistungsbilanzsaldo · ↗Soll-Saldo · ↗Sollsaldo · ↗Wanderungssaldo
eWDG, 1974

Bedeutung

Kaufmannssprache Differenzbetrag, der sich nach der Aufrechnung der Sollseite und Habenseite eines Kontos ergibt
Beispiele:
einen Saldo aufweisen, aufstellen, gutschreiben, ausgleichen
einen Saldo auszahlen, anerkennen, bestätigen
der Saldo beträgt 100 Euro
im Saldo bleiben, sein (= noch etw. schulden)
ein Saldo zu unseren Gunsten, Lasten (in Höhe von ...)
per Saldo, laut Saldo, auf Grund des Saldos ...
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Saldo · saldieren
Saldo m. ‘Unterschied zwischen der Soll- und der Habenseite eines Kontos, Rechnungsabschluß’. Das Fachwort der Kaufmannssprache ist eine Übernahme (um 1600) von ital. saldo ‘Rechnungsabschluß’, einem Verbalabstraktum zu ital. saldare ‘zusammenfügen, ein Konto ausgleichen, Soll und Haben aufrechnen’, das seinerseits zu ital. saldo ‘fest, dicht, vollständig’ gebildet ist. Diesem liegt letztlich lat. solidus ‘dicht, fest’ (s. ↗solide) zugrunde. Saldo bezeichnet also die Aufrechnung eines Kontos und den sich dadurch (per Saldo) ergebenden Betrag. saldieren Vb. ‘den Saldo ermitteln, eine Rechnung durch Zahlung des Saldobetrages ausgleichen, abschließen, bezahlen’ (16. Jh.), ital. saldare (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kontostand · Saldo

Typische Verbindungen zu ›Saldo‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Saldo‹.

Verwendungsbeispiele für ›Saldo‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zunächst hat mir das Königliche Haus einen Saldo zu begleichen.
Niebelschütz, Wolf von: Der blaue Kammerherr, Stuttgart u. a.: Dt. Bücherbund [1991] [1949], S. 660
In der offenen Wirtschaft ist also die Summe aus der Nettoinvestition und dem Saldo der Zahlungsbilanz gleich der um die Nettotransferzahlungen vermehrten Ersparnis.
Schneider, Erich: Theorie des Wirtschaftskreislaufes, Tübingen: Mohr 1965 [1947], S. 73
Im Jahr 2012 hatte der Saldo noch bei 71000 gelegen.
Die Zeit, 20.08.2013 (online)
Hohe Salden in den Teilbilanzen weisen auf erhebliche binnenwirtschaftliche Störungen hin, die durch wirtschaftspolitische Maßnahmen auszugleichen versucht werden.
o. A. [for.]: Zahlungsbilanz. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1978]
Das Kapitalkonto stellt sich demnach jeweils dar als Saldo der gesamten Unternehmungswerte, verglichen mit dem Fremdkapital, den Schulden.
Rieger, Wilhelm: Einführung in die Privatwirtschaftslehre, Erlangen: Palm & Enke 1964 [1928], S. 282
Zitationshilfe
„Saldo“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Saldo>, abgerufen am 24.11.2020.

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