Salut, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Salut(e)s · Nominativ Plural: Salute
Aussprache
WorttrennungSa-lut (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Salut‹ als Erstglied: ↗Salutschuss
eWDG, 1974

Bedeutung

militärische Ehrenbezeigung durch Salven, meist von Geschützen
Beispiele:
Salut schießen
ein dreifacher Salut ertönte
zur Begrüßung des Staatsmannes wurden 21 Schuss Salut abgefeuert
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Salut · salutieren
Salut m. ‘militärische Ehrenbezeigung’ (durch Ehrenschüsse), Entlehnung (Mitte 19. Jh.) von gleichbed. frz. salut, das sich aus der Grußformel afrz. frz. salut entwickelt hat. Zugrunde liegt lat. salūtem, Akkusativ von lat. salūs ‘Unverletztheit, Gesundheit, Wohlergehen, Heil, Glück’, in formelhaften Fügungen ‘das gewünschte Wohlsein, Gruß’, zu lat. salvus ‘gesund, heil, wohlbehalten, gerettet’. Frz. salut dient seit dem 17. Jh. zur Bezeichnung der feierlichen militärischen Begrüßung von (Kriegs)schiffen durch Kanonenschüsse und der Begrüßung von Vorgesetzten in Heer und Flotte. salutieren Vb. ‘militärisch grüßen’, entlehnt (16. Jh.) im Sinne von ‘jmdm. seinen Gruß entbieten’ aus lat. salūtāre ‘(be)grüßen’, danach (18. Jh.) unter dem Einfluß von Salut (s. oben) geläufig für ‘den militärischen Gruß erweisen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(das) Willkommen · ↗Begrüßung · ↗Gruß · Willkommenheißung  ●  Salut  lat. · Salutation  geh., lat.
Unterbegriffe
  • guten Tag  ●  Servus!  ugs., süddt. · Tach auch.  ugs., ruhrdt. · Tag! (pragmatisch)  ugs. · ↗Tagchen  ugs. · Zeawas  ugs., Bregenzerwälderisch, vorarlbergerisch · Zes  fachspr., Bregenzerwälderisch · hallihallo!  ugs., scherzhaft · hallo!  ugs. · hallöchen! (locker, leicht humorvoll)  ugs. · hallöle!  ugs., schwäbisch · hi!  ugs., engl. · hoi!  ugs., schweiz., österr. · moin!  ugs., norddeutsch
  • Handschlag · ↗Händedruck · ↗Händeschütteln  ●  Shakehands  engl.
  • Zeawas (Zes) Bregenzerwälderisch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bord Himmel Kanonenschuß Schuß abfeuern donnernd feuern königlich militärisch schießen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Salut‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das aber wollten die Damen von "Salut Salon" nicht spielen.
Bild, 01.12.2005
Die Station Salut 5 setzt ihren gelenkten automatischen Flug fort.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1978]
Der Kapitän markierte den Mittag für uns mit einem Salut.
Schrott, Raoul: Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde; Hanser Verlag 2003, S. 615
Iraks textloser »Salut« stammt von dem Major A. R. Murray.
Nettl, Paul: Nationalhymnen. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1961], S. 45770
Aber wie war es diesem Österreicher gelungen, einem Altphilologen den römischen Salut in die Muskeln zu schleifen?
Bieler, Manfred: Der Bär, Hamburg: Hoffmann und Campe 1983, S. 93
Zitationshilfe
„Salut“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Salut>, abgerufen am 20.10.2019.

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