Samen, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Samens · Nominativ Plural: Samen
Nebenform gehoben Same · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Samens · Nominativ Plural: Samen
WorttrennungSa-men · Sa-me
Wortbildung mit ›Samen‹ als Erstglied: ↗Samenbau · ↗Samenblase · ↗Samenerguss · ↗Samenfaden · ↗Samenfluss · ↗Samenflüssigkeit · ↗Samengalle · ↗Samenhandlung · ↗Samenhülle · ↗Samenkapsel · ↗Samenkern · ↗Samenkoller · ↗Samenkorn · ↗Samenleiter · ↗Samenpflanze · ↗Samenschale · ↗Samenspender · ↗Samenträger · ↗Samenzelle · ↗Samenübertragung · ↗Sämling
 ·  mit ›Samen‹ als Letztglied: ↗Baumwollsamen · ↗Blumensamen · ↗Flachssamen · ↗Flohsamen · ↗Flugsamen · ↗Grassamen · ↗Hanfsamen · ↗Leinsamen
 ·  formal verwandt mit: ↗bedecktsamig · ↗nacktsamig
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
der Verbreitung und Erhaltung der Art dienendes Gebilde der Blütenpflanzen, das die Anlagen einer gleichartigen Pflanze in sich trägt, nach seiner Reifung von der Pflanze abfällt und (im Erdboden) zu keimen beginnt
Beispiele:
den Samen züchten, gewinnen, beizen, streuen, aussäen
der Samen keimt, ist aufgegangen, treibt
gehoben, übertragen
Beispiele:
der Samen des Neides, der Zwietracht wurzelt in ihren Herzen
der Samen einer Lehre geht auf
den Samen des Guten in die Herzen der Kinder pflanzen
2.
meist im Singular
reife Samenzellen enthaltendes Sekret der männlichen Geschlechtsdrüse, Sperma
Beispiele:
der Samen ergießt sich
der Samen der Fische wird Milch genannt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Samen · Same · Sämerei · Sämling
Samen m. (mit Endungs-n aus den obliquen Kasus), älter, noch dichterisch Same ‘pflanzlicher Keim, Sperma’. Das innerhalb der germ. Sprachen nur im Dt. bezeugte Substantiv ahd. sāmo (8. Jh.), mhd. mnd. sām(e) ‘Samen, Samenkorn, männlicher Samen, Nachkommenschaft, Saat(feld), Feld’, asächs. sāmo (germ. *sēman-) ist mit dem Konkreta bildenden Suffix ie. -men- von der unter ↗säen (s. d.) genannten Wurzelform ie. *sē- abgeleitet. Das Alter dieser Bildung ergibt sich aus dem Vergleich mit lat. sēmen ‘Samen, Geschlecht, Nachkomme’, aslaw. sěmę, russ. sémja (семя) ‘Samen’, apreuß. semen, die das gleiche Suffix, nur neutrales Genus aufweisen gegenüber der maskulinen Form im Dt. und lit. sė́menys (Plur.) ‘Saat, Leinsaat’. Sämerei f. ‘Saatgut, Samenhandlung’ (18. Jh.). Sämling m. ‘aus Samen gezogene junge Pflanze’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Saat · ↗Saatgut · Saatkörner · Samen  ●  ↗Körner (beschreibt die Form)  ugs.
Unterbegriffe
  • Flachssamen · ↗Leinsaat · ↗Leinsamen
  • Amazonaskastanie · Amazonasmandel · Amazonenmandel · Brasilianische Kastanie · Brasilianische Nuss · Brasilkastanie · Brasilnuss · Juvianuss · Marahonkastanie · Papanuss · ↗Paranuss · Rahmnuss · Steinnuss · Tucannuss · Yuvianuss
  • Ölsaat · Ölsamen
Assoziationen
Biologie
Synonymgruppe
Samen · ↗Samenflüssigkeit · ↗Sperma  ●  ↗Ejakulat  fachspr. · ↗Wichse  vulg.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Samenplasma · Seminalplasma
Assoziationen
  • (einen) Samenerguss haben · zum Samenerguss kommen  ●  (jemandem) geht einer ab  ugs. · ↗abspritzen  derb · ↗abwichsen  vulg. · ↗ejakulieren  fachspr. · in die Muschel rotzen  vulg. · ↗kommen  ugs. · sich ergießen  geh.
Synonymgruppe
Saatkorn · Same

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auflaufen Aussaat Beere Eizelle Frucht Fruchtknoten Keimfähigkeit Keimung Knollen Pflanze Pollen Pusteblume Spore auskeimen ausstreuen aussäen befruchten beizen essbar fettreich heranreifen keimen keimend keimfähig männlich streuen säen tiefgefroren verstreuen ölhaltig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Samen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn sie sind es gewohnt, sich von Sorten, die sie interessant finden, einfach einige Samen mitzunehmen.
Die Welt, 15.03.2005
Der Mann muß den Samen verlieren, andernfalls wird er traurig.
Genazino, Wilhelm: Die Liebesblödigkeit, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2005, S. 61
Denn selbst im arktischen Winter ist es im Land der Samen nicht immer dunkel.
Süddeutsche Zeitung, 23.09.2004
Die aus Samen gezogenen Pflanzen wachsen sehr rasch, bereits nach einem Jahr kann geerntet werden.
Der Tagesspiegel, 02.11.2002
Sein Interesse, evolutionsbiologisch gesehen, ist es, seinen Samen so weit wie möglich zu verteilen.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 37
Zitationshilfe
„Samen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Samen>, abgerufen am 23.01.2019.

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